Stellv. Fraktionsvorsitzender, Dr. Deniz Anan

20.09.2021

Grüne und Architekturstudierende tauschen Ideen zur autofreien Maximilianstraße aus

Auf Einladung der GRÜNEN-Stadtratsfraktion diskutierten Politik und Hochschule im Annahof über Ideen für die Nutzung des Raums in einer autofreien Maximilianstraße. Die Architekturstudierenden raten unter anderem zu mehr Grün-, Sitz-, Gastronomie- und Fahrradbereichen.

GRÜNE und CSU haben im Koalitionsvertrag das „Pilotprojekt Maximilianstraße“ vereinbart und sich darauf verständigt, zunächst in einem 12-monatigen Versuch zwischen Moritzplatz und Herkulesbrunnen Erfahrungen mit einer weitgehenden Sperrung des Straßenraums für den Autoverkehr zu sammeln. Die Stadtratsfraktion der GRÜNEN lud in diesem Zusammenhang Architektur-Studierende der Hochschule Augsburg, die sich im Rahmen eines Seminars mit einer etwaigen Neugestaltung des Straßenraums in der Maximilianstraße beschäftigt hatten, zu einem Gedankenaustausch über eine zukünftige Nutzung des Straßen- und Parkraums ein.

Zum Auftakt diskutierte Dr. Deniz Anan, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender und mobilitätspolitischer Sprecher der GRÜNEN mit Prof. Christian Bauriedel, Architektur-Professor an der Hochschule Augsburg, und der Münchener GRÜNEN-Fraktionsvorsitzenden Anna Hanusch über die Gestaltung urbaner Räume und die Rolle des Autos. Prof. Bauriedel hob hervor, dass die Zeiten autogerechter Stadtplanung lange vorbei seien, und man heute ganz im Gegenteil bestrebt sei, den Raum in der Stadt vor allem für Fußgängerinnen und Fußgänger attraktiv zu gestalten: „Zeitgenössische Planungen zeichnen sich durch großzügige Aufenthaltsbereiche mit Gastronomie-, Sitz- und Spielflächen aus und tragen anhand von Begrünung der Klimaveränderung Rechnung“.

Anna Hanusch verwies auf die in München geplante oder bereits umgesetzte Ausweitung innerstädtischer Bereiche, zum Beispiel in der Maximilianstraße und der Sendlinger Straße: „Menschen, statt Autos in den Mittelpunkt lebendiger Städte zu rücken, stößt anfangs meist auf heftigen Widerstand. Schon nach kurzer Zeit ist der Mehrwert für alle erkennbar und man kann sich die autofreien Bereiche kaum noch wegdenken.“

Im Anschluss daran stellten die Studierenden ihre Vorstellungen für eine Nutzung des Raums in der Maximilianstraße vor. Die Ideenskizzen sehen unter anderem Grünbereiche, Sitzbänke, Gastronomie, Freiflächen, breite Fahrradwege Fassadenbegrünung und Bäume vor.

Dr. Deniz Anan dankte Prof. Bauriedel und den Studierenden für ihren Input: „Manche dieser Ideen sind visionär. Andere können uns bei unseren Überlegungen für eine sinnvolle Nutzung des Raums in der Maximilianstraße konkrete Anstöße geben. Egal ob wir den frei werdenden Raum letztendlich in Sitz-, Spiel-, Gastronomie- oder Grünflächen umwandeln – in jedem Fall dient dies den Menschen in unserer Stadt mehr, als einen der schönsten und historisch bedeutendsten Straßenzüge Süddeutschlands vorrangig für Autoverkehr und Parken zu nutzen.“

Präsentationen der Studierenden: 

Felix Binder und Tobias Pillmeier

Bautz - Widmaier - Rossdeutscher 

Finger - Lemm

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