Dr. Deniz Anan, Stellv. Fraktionsvorsitzender

21.05.2021

GRÜNE und CSU setzen sich für eine autofreie Maximilianstraße ein

 

Die Stadtratsfraktionen von GRÜNEN und CSU beantragen, die Maximilianstraße im Rahmen eines Pilotprojekts für zunächst zwei Jahre zwischen Moritzplatz und Herkulesbrunnen weitgehend für den Kraftfahrzeugverkehr zu sperren. Ein Kreativwettbewerb soll aufzeigen, wie der öffentliche Raum anders gestaltet werden kann. Das Projekt soll evaluiert werden mit dem Ziel, die Sperrung im Erfolgsfall zu verstetigen und auf den gesamten Straßenzug bis zum Ulrichsplatz auszuweiten.

Dr. Deniz Anan, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und mobilitätspolitischer Sprecher der GRÜNEN: „Wir haben hier die Möglichkeit, ein starkes Zeichen für eine nachhaltige Umgestaltung und sinnvollere Nutzung des öffentlichen Raums zu setzen – zum Beispiel mit Außengastronomie, Bänken, Spiel- oder Grünflächen. Die Maximilianstraße ist der ideale Ort, um zukunftsfähige Raumnutzungskonzepte zu erproben. Wir freuen uns auf das Pilotprojekt und sind zuversichtlich, dass am Ende des Prozesses eine dauerhaft autofreie Maximilianstraße steht.“

Leo Dietz, Fraktionsvorsitzender der CSU: „Eine Umgestaltung der Maximilianstraße eröffnet Spielräume. Um dafür die besten Ideen zu sammeln, soll ein Kreativwettbewerb für die frei werdenden Flächen veranstaltet werden. Uns ist wichtig, dass tragfähige Konzepte entwickelt werden, die ganzheitlich gedacht sind und die Attraktivität von Gastronomie und Einzelhandel ebenso im Blick haben wie die Aufenthalts- und Wohnqualität und zugleich die Belange von Denkmal- und Brandschutz berücksichtigen. Einige gute Maßnahmen und Ansätze zur Steigerung der Aufenthaltsqualität liegen bereits in der Schublade. Wir nehmen das Projekt insgesamt als echte Chance war! Mit dem Antrag zur Teilsperrung der Maximilianstraße setzen wir ein Pilotprojekt um, welches ein Wahlkampfthema unserer Oberbürgermeisterin Eva Weber war und welches in unserem Koalitionsvertrag verankert ist.“

„Auch im Hinblick auf die große kunsthistorische Bedeutung der Maximilianstraße ist eine veränderte Raumnutzung überfällig“, so Verena von Mutius-Bartholy, Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Kultur und Stadtplanung der GRÜNEN. „Wir setzen uns schon seit über zehn Jahren dafür ein, dass hier eine attraktive Flaniermeile mit hoher Aufenthaltsqualität entsteht. Als Parkplatz ist dieser prächtige Straßenzug viel zu schade! Wir begrüßen sehr, dass eine Umgestaltung nun in greifbare Nähe rückt und damit auch alle drei Prachtbrunnen als zentrale Elemente des Augsburger Welterbes voll zur Geltung kommen würden.“

CSU Stadtrat Rolf Rieblinger abschließend: „Auch die Anwohnerschaft, die ihrerseits von der Sperrung teils ausgenommen wäre, würde von einer Reduzierung des Kraftfahrzeugverkehrs auf ein absolutes Minimum profitieren. Die Lärmbelastung durch Autos in der Maximilianstraße ist teilweise groß – vor allem wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h überschritten wird. Eine Beschränkung auf Linienbusse, Taxis und Lieferverkehr könnte die Wohnqualität deutlich steigern. Uns ist generell wichtig, auf die Wünsche und Interessen der Anlieger Rücksicht zu nehmen. Eine reine Sperrung ohne konzeptionelle Grundlage ist für uns keine Option – deshalb erarbeiten wir vorher ein schlüssiges Raumkonzept.“

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