„Während die Politik des vergangenen Jahrtausends weiterhin an Instrumenten wie der Semmeltaste festhält, welche PKW´s in die Innenstadt locken und preisgünstiges Parken als Maxime innerstädtischer Verkehrspolitik ausgibt, erhöht sie erneut die Preise für den öffentlichen Personennahverkehr. Dabei sind sich alle einig: Um die Luft in unseren Städten sauber zu bekommen, um den drohenden Verkehrskollaps zu verhindern und um den Klimawandel etwas entgegensetzen zu können, braucht es eine andere Art der Mobilität. In ihrer politischen Handlung spiegelt sich das nicht wieder, wenn man einseitig an der Preisschraube des ÖPNV dreht, und zwar nach oben.“ kritisiert Peter Rauscher, Vorsitzender der Augsburger Grünen.

„Wir möchten, dass alle Menschen mobil sein können. Gerade für Senioren, Familien, Schüler*innen und Gelegenheitsfahrer*innen ist es wichtig, den ÖPNV attraktiv zu gestalten. Die Erhöhung ist nicht nur klimapolitisch falsch, sondern auch sozialpolitisch ein großer Schnitzer, wenn man die außer Acht lässt, die ohnehin am wenigsten haben. Guter und bezahlbarer ÖPNV ist damit eine Frage der gesellschaftlichen Teilhabe und ein wichtiges Instrument Mobilität auch für die zu ermöglichen, die sich Mobilität abseits des Autos nicht leisten können,“ so die Vorsitzende der Augsburger Grünen, Melanie Hippke.

„Anstatt den ÖPNV gegenüber dem motorisierten Individualverkehr attraktiver zu machen, ist diese erneute einseitige Preissteigerung Gift für die Mobilitätswende, die wir gerade in den großen Ballungsräumen wie Augsburg dringend benötigten. Niemand versteht, weshalb man für eine umweltfreundliche Mobilität immer tiefer in die Tasche greifen muss, wenn gleichzeitig kostenlose Parkmöglichkeiten unangetastet bestehen bleiben – auch die Parkgebühren werden seit Jahren nicht erhöht“, so Rauscher weiter.

„Deswegen fordern wir die Abschaffung der Semmeltaste und das die Preiserhöhungen für Parkflächen an die Erhöhungen im ÖPNV geknüpft werden, damit die Preisschere nicht noch weiter auseinander geht. Die Einnahmen aus den Parkflächen können dann die Preissteigerungen im ÖPNV abfedern, somit lenkt Politik die Mobilität in die Zukunft.“ führt Rauscher abschließend fort.

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