Im Allgemeinen Ausschuss des Augsburger Stadtrates berichtete Ordnungsreferent Frank Pintsch gestern über die aktuelle Situation und das weitere Vorgehen am Helmut-Haller-Platz. Außerdem beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, ein neues Augsburger Konzept zur Suchtprävention zu erstellen und reagierte damit auf einen Antrag der GRÜNEN Fraktion von 2018. Im Ausschuss stellten der Leiter der örtlichen Polizeiinspektion in Oberhausen sowie Vertreterinnen der Drogenhilfe Schwaben, des SKM Augsburg sowie des Projekts CTC ihre Erfahrungen vor.

„Die aktive Gestaltung und Verschönerung der Augsburger Plätze ist ein wichtiges Anliegen, da sie Treffpunkte der Bürgerinnen und Bürger sind. Viele Menschen der Stadt Augsburg treffen sich auf diesen Plätzen und tauschen sich aus. Plätze sind Ausdruck urbaner Lebensqualität,“ sagt Leo Dietz, CSU-Fraktionsvorsitzender. „Deswegen ist es von besonderer Bedeutung, diese Orte auch aus dem Blickwinkel der Prävention, Sicherheit und Aufenthaltsqualität zu sehen und weiterzuentwickeln. Insbesondere der Helmut-Haller-Platz als zentraler Ort des vielfältigen Stadtteils Oberhausen soll ein attraktiverer Aufenthalts- und Begegnungsort für alle Stadtteilbewohnerinnen und -bewohner werden.“

„Initiativen wie das urbane Gartenprojekt, der übergreifende Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Sicherheitsbehörden, Sozialarbeit und weiteren Akteurinnen und Akteuren, der durch die örtliche Gastronomie betriebene Biergarten, aber auch die wichtige Arbeit von Vereinen und Organisationen haben das Gesicht des Helmut-Haller-Platzes deutlich zum Besseren verändert,“ sagt Stadtrat und Ortsvorsitzender des CSU-Ortsverbandes Oberhausen Thomas Lidel. „Beispiele wie die Aufwertung des Nachtausgangs am Bahnhofsgebäude in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn setzen zusätzliche positive Impulse. Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen.“ Unter der Federführung von Baureferent Gerd Merkle wurde der Beteiligungsprozess zur weiteren städtebaulichen Verbesserung des zentralen Platzes in Oberhausen angestoßen. Dieser Prozess wird absehbar im Stadtrat im Dezember 2020 einen wichtigen Meilenstein erreichen. Der Helmut-Haller-Platz als Portal zur Stadt soll so weiter an Qualität für Bürgerinnen und Bürger, aber auch allen Reisenden gewinnen.

„Zahlen belegen, dass beTreff, eine Anlaufstelle für Suchtkranke, weder zu einer Verschärfung der Situation noch zu einem Anstieg der Personenzahl geführt, sondern im Gegenteil eine spürbare Verbesserung der Situation am Helmut-Haller-Platz erreicht hat und den Betroffenen einen geschützten Ort bietet,“ so Kerstin Kipp, Sprecherin für Ordnungspolitik der GRÜNEN Stadtratsfraktion. „Diese Entwicklung ist – insbesondere für die Anwohnerinnen und Anwohner, aber auch die Suchterkrankten selbst – von großer Bedeutung.“

Das letzte Drogenkonzept der Stadt Augsburg stammt aus dem Jahr 2005. Aus diesem Grund war auch die Erstellung eines neuen Konzeptes zur Suchtprävention Thema im Ausschuss. Die nun anstehende Neuerarbeitung soll auf Grundlage der bayerischen Grundsätze für Suchtfragen erfolgen – jedoch erweitert um neue wissenschaftliche und praktische Erkenntnisse. Peter Rauscher, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN: „Augsburg hat bereits ein breites Beratungs- und Hilfeleistungsangebot, das wir nun systematisch darstellen werden. Außerdem müssen konkrete Kennzahlen und Wirkfaktoren erarbeitet werden. Es ist uns sehr wichtig, dass die Stadtverwaltung sich dabei auf aktuelle Erkenntnisse von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis stützt. Auch Erfahrungen aus unserer Präventionsstrategie „Communities That Care – CTC“ werden einfließen.“ Die Koalitionspartner CSU und Bündnis 90/DIE GRÜNEN sind sich einig: Durch die Erarbeitung des Konzeptes bringt die Stadt Augsburg zum Ausdruck, dass sie allen Menschen in schwierigen Situationen beisteht und in Zusammenarbeit mit Trägern Hilfe und Unterstützung anbietet.

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