Ein Großbrand hat das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos weitgehend zerstört. In dem völlig überfüllten Lager waren die Zustände schon lange untragbar. Nun sind über 12.000 Menschen ohne Obdach. Die Feuerkatastrophe bildet einen weiteren Anlass, das in der EU praktizierte Modell der Flüchtlingspolitik schnellstmöglich zu revidieren. Hierbei sind alle Mitgliedstaaten der EU und insbesondere Deutschland in der Pflicht, umgehend auf eine gerechte Verteilung und die menschenwürdige Unterbringung der Geflüchteten hinzuwirken.

Die Stadt hat heute erneut in Richtung Staats- und Bundesregierung ihre Bereitschaft erklärt, Schutzbedürftige aufzunehmen. Der Augsburger Stadtrat hatte bereits am im Mai dieses Jahres beschlossen, Geflüchtete aufnehmen zu wollen. Daran hatte die Stadt Innenminister Seehofer mit einem Schreiben am 22.07. noch einmal erinnert. Für uns GRÜNE ist klar: Besonders jetzt müssen wir uns dafür stark machen, die in Augsburg vorhandenen Kapazitäten auszuschöpfen. Oberbürgermeisterin Eva Weber wandte sich deshalb heute mit Briefen an den Bundesinnenminister sowie an Ministerpräsident Söder, in denen sie erneut bekräftigt, dass die Friedensstadt Augsburg ihren kommunalen Beitrag leisten und Geflüchtete aus Lesbos aufnehmen möchte.

Nun ist es an Innenminister Seehofer, diese Hilfe auch weiterzureichen und Menschen aus Moria die Aufnahme in Deutschland zu ermöglichen.

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