Das große Erdbeben im März 2011 und die daraus folgende Tsunami- und Nuklearkatastrophe von Fukushima in Japan liegen nun 3 Jahre zurück. Aber die Katastrophe dauert fort, ein Ende ist nicht in Sicht und erst allmählich wird ihr wahres und dauerhaftes Ausmaß sichtbar: kontaminierte Gebiete, Gesundheitsschäden und noch immer heiße Reaktoren, die jederzeit wieder außer Kontrolle geraten können; mit Strontium 90 verseuchtes Wasser versickerte kürzlich im Boden . Dies macht deutlich, dass die Lage im havarierten Kraftwerk nach wie vor sehr riskant ist. In Fukushima sind Mensch und Technik an ihre Grenzen gestoßen.

Reiner Erben, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat: „Auch in Deutschland laufen noch neun AKWs; in Gundremmingen, nur 40 Kilometer von Augsburg entfernt, stehen die beiden letzten Siedewasserreaktoren Deutschlands, die im Wesentlichen den Katastrophenreaktoren von Fukushima baugleich sind. Sie haben inzwischen eine lange Liste an Störfällen zu verzeichnen, ganz abgesehen von einem völlig unzureichend gesicherten Zwischenlager. Fukushima mahnt uns, die Energiewende konsequent voranzubringen, ohne Deckelung des Ausbaus der erneuerbaren Energien, weg von Atom und weg von der dreckigen Kohle hin zu einer dezentralen, zukunftsfähigen Energieversorgung“.

Martina Wild, stellvertretende Fraktionsvorsitzende: „ Wir brauchen jetzt verbindliche und ambitionierte Ziele für  die Energiewende  Wir müssen vor Ort ganz konkrete Schritte unternehmen, um das Ziel 100 % regenerative Energie möglichst schnell zu erreichen. Deshalb brauche es keine weiteren Reden, sondern endlich zielstrebiges Handeln. Die Stadt muss vorbildhaft energieeffizient bauen und Projekte mit Erneuerbaren Energien wie Bürgerwindräder müssen realisiert werden, das Thema Energiesparen und energetische Sanierung muss auch für die städtischen Einrichtungen hohe Priorität bekommen. Nur so gelingt die Energiewende und wir bekommen ein atomkraftfreies Deutschland.“

Verantwortlich: Martina Wild

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