GRÜNE wollen mehr Prävention

Die Grüne Stadtratsfraktion hat beantragt, an unübersichtlichen Kreuzungen Warnschilder aufzuhängen, damit Radfahrerinnen und Radfahrer beim Abbiegen nicht mehr übersehen werden (http://gruenlink.de/1cg1).

Cemal Bozoğlu, verkehrspolitischer Sprecher: „In den letzten Monaten gab es wiederholt schwere bis tödliche Unfälle mit Radfahrenden, die beim Abbiegen zumeist von LKWs übersehen wurden. Nachdem entsprechende Sicherheitstechnik in Fahrzeugen noch keine gesetzliche Pflicht ist, muss die Stadt hier dringend handeln, gerade an Stellen, von denen bekannt ist, dass sie gefährlich sind und auch baulich nicht entschärft werden können. Wir wollen daher, dass die Verwaltung ein entsprechendes Warnschild entwickelt und die Schilder in Zusammenarbeit mit der Polizei und dem ADFC so aufgehängt werden, dass gerade LKW-FahrerInnen sie im Blickfeld haben. Jede und jeder Verletzte oder Tote, den wir so vermeiden können, ist die Mühe wert.

 

Die Grüne Fraktion bezieht sich in ihrem Vorschlag auf das Vorgehen der Stadt Regensburg, die ein solches Warnschild entwickelt hat (siehe Foto).

Christian Moravcik, Mitglied im Bauausschuss: „Die Stadt Regensburg hat mit der dortigen Verkehrswacht ein Warnschild ‚Augenblick bitte! Beim Abbiegen auf Radfahrer achten‘ entwickelt und damit gute Erfahrungen gemacht. Gerade an Kreuzungen, bei denen der Radweg durch einen Grünstreifen von der Fahrbahn getrennt ist oder an engen Kreuzungen, die keinen eigenen Radweg haben, befinden sich die Radfahrenden nicht im Blickfeld von Auto- und LKW-FahrerInnen. Ein Warnhinweis kann hier Leben retten. Bei der Umsetzung der Fahrradstadt 2020 geht es aus unserer Sicht neben den wichtigen baulichen Veränderungen vor allem um ein friedliches und achtsames Miteinander aller Verkehrsteilnehmer. Unfallprävention ist ein Baustein für ein gelingendes Miteinander und sollte Priorität haben.“

 

 

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