Die Grüne Stadtratsfraktion kritisiert die schlechte Informationspolitik der Stadtregierung zum Augsburger Flughafen. Bei der Sitzung der Fluglärmkommission wurde bekannt, dass die zugesagten Betriebszeiten für Hubschrauber-Flüge durch einen Verfahrenstrick ausgehebelt werden. Reiner Erben: „Die Wirtschaftsreferentin der Stadt, Frau Weber, hat eingestanden, dass die bisherige Informationspolitik nicht zufrieden stellend war. Das stimmt. Aber dann sollte die Stadtregierung daraus lernen und endlich alle Fakten auf den Tisch legen. Das passiert nicht. In jeder Sitzung gibt es scheibchenweise neue Informationen. Kein Wunder, dass die Anwohner kein Vertrauen mehr in die Stadtregierung haben.“

In der Sitzung der Fluglärmkommission vom Mittwoch wurde erstmals deutlich, dass die Betriebszeiten nur für den Segelflugplatz gelten. Starten die Hubschrauber vom übrigen Flughafengelände, greifen die Vorschriften schon nicht mehr. Auch deshalb ist ein massiver Anstieg der Lärmbelästigung um den Flughafen festzustellen.

Ebenso müssen die Zahlen der Flugbewegungen durch die Hubschrauber auf dem Flughafen bezweifelt werden. Reiner Erben: „Schon mit einfachen Rechnungen wird deutlich, dass die von der Stadtregierung genannten Flugbewegungen völlig unrealistisch sind. Nach allem, was jetzt bekannt ist, muss von deutlich mehr Flügen ausgegangen werden.“

Da auch die versprochene Zahl der zu schaffenden Arbeitsplätze offenkundig nicht erreicht wird, zeigt sich immer mehr, dass der jetzt eingeschlagene Weg nur Belästigungen für die Anwohner aber keine sinnvolle Perspektive für den Flughafen bringt. Reiner Erben: „Wir bekräftigen unsere Forderung, ein Ausstiegsszenario für den Flughafen zu erarbeiten. Er bleibt ein Fass ohne Boden und macht verkehrlich keinen Sinn. Da nutzen auch alle Versuche nichts, dies anderweitig aufzufangen.“

Verantwortlich: Reiner Erben

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