Fuggerexpress

Christine Kamm MdL: "Wichtigste Pendlerstrecke Bayerns muss 2015 besser werden!"

Seit 2011 verfehlt der Fugger-Express die Qualitätsvorgaben der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG). Auch bei der aktuellen Bewertung vom Dezember 2014 liegt er wieder im zweistelligen Minusbereich: bei Minus 17,31. „Zum Vergleich: Die beste Note hat der Agilis Nord mit  65,76 Pluspunkten. Das sind Bewertungen, die wir anstreben sollten: Die Staatsregierung muss endlich dafür sorgen, dass die wichtigste Pendlerstrecke Bayerns besser wird!“, fordert die Augsburger Landtagsabgeordnete Christine Kamm 

Christine KammÜber 6 Millionen Euro Vertragsstrafen

Auf Anfrage von Christine Kamm musste das Bayerische Verkehrsministerium eingestehen: "Nach wie vor sind Defizite u. a. bei der Kundenorientierung, bei Beschwerden, der Fahrscheinkontrolle, der Präsenz der Zugbegleiter an den Stationen, der Funktionalität der Türen sowie der Umsteigedurchsagen an Knotenbahnhöfen festzustellen."  Diese Qualitätsmängel im E-Netz Augsburg führten von 2009 bis 2013 bereits zu Vertragsstrafen in Höhe von rund sechs Millionen Euro. Wegen mangelnder Pünktlichkeit, Abweichungen von der Regelzugbildung, Nichterfüllung der Zugbegleitquote und Malus im BEG-Qualitätsmesssystem behielt die Staatsregierung diese sechs Millionen Euro als Sanktionsmittel ein, die später zumindest zum Teil wieder für die Pendlerinnen und Pendler der Region wieder eingesetzt werden konnten. „Anstatt die DB Regio zu sanktionieren, sollte die Staatsregierung aber dafür sorgen, dass das Geld von Anfang an sinnvoll verwendet wird: Wir brauchen insgesamt mehr Mittel für die Wartung und Instandhaltung von Gleisen und Zügen“, fordert Kamm. 

40% mehr Fahrgäste seit 2007

Die Anzahl der Fahrgäste auf dem Streckenabschnitt Augsburg - Mering - München hat sich seit 2007 um 40 Prozent erhöht. „Die Politik hat jedoch nicht auf diese neuen Zahlen und Bedürfnisse reagiert“, kritisiert Kamm: „Bei der Vergabe der Streckennetze entscheidet sich die Staatsregierung nach wie vor für das niedrigste Angebot. Qualitätsstandards werden bei den Ausschreibungen unzureichend vorgegeben. Um Profitspannen möglichst hoch zu halten wird gespart und nur das billigste Material eingesetzt. Die Folgen haben die Menschen zu tragen: Jede Minute, die eine Pendlerin oder ein Pendler auf Grund von Gewinnmaximierung, Wettbewerb oder völlig fehlgeleiteten Einsparungen verliert, ist ein massiver Einschnitt in die tägliche Lebensqualität! Pendlerinnen und Pendler müssen von unzumutbaren überfüllten, unpünktlichen und dreckigen Zügen auf ihrem täglichen Arbeitsweg erlöst werden!", fordert Christine Kamm.

Ein zukunftsorientiertes Nahverkehrssystem sähe anders aus als der Fuggerexpress bisher, so Kamm. „Es muss den Bewohnern Schwabens ermöglicht werden, einen Großteil ihres Alltages zu Fuß, mit dem Fahrrad oder in einem schnellen und zuverlässigen Nahverkehrsmittel zu bewerkstelligen!“ 

Gewinnmaximierung nicht auf dem Rücken der Angestellten

"Verbesserungen im Schienenverkehr dürfen nicht auf dem Rücken der Angestellten ausgetragen werden", betont Christine Kamm. Daher sollten für das gesamte Personal der DB-Regio Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, faire Löhne, gute Arbeitsbedingungen und sichere Zukunftsperspektiven angestrebt werden. Dies gelingt am ehesten mit einem Angebot, welches für Pendlerinnen und Pendler attraktiv ist und mit dem auch 2015 die Zahl der umweltfreundlich reisenden Fahrgäste weiter erhöht wird. 

Hier finden Sie die Anfrage von Christine Kamm

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