Umweltbildung in Augsburg bekommt Struktur und strategische Ziele

Die Grüne Stadtratsfraktion begrüßt, dass der Umweltausschuss gestern einstimmig beschlossen hat, Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in Augsburg mehr Gewicht zu geben. Mit dem vorgelegten Konzept existiert nun eine gute Grundlage, Umweltbildung als festen Bestandteil in der kommunalen Bildungslandschaft zu verankern.

Martina Wild, Fraktionsvorsitzende: „Augsburg wurde 2013 als nachhaltigste Großstadt Deutschlands ausgezeichnet. Das hatte viel damit zu tun, dass es hier insbesondere mit der Agenda 21 gut funktionierende Strukturen gibt, die Nachhaltigkeit im Handeln vor Ort thematisieren und verankert haben. In einer zunehmend von Konsum und Wegwerf-Mentalität geprägten Gesellschaft ist es enorm wichtig gerade junge Menschen für die globalen Folgen ihres lokalen Handelns zu sensibilisieren und vor allem Alternativen aufzuzeigen, die nicht immer nur als Verzicht oder Einschränkung daherkommen dürfen. Die zahlreichen bestehenden guten Aktivitäten in Augsburg sollen nun stärker gebündelt, sichtbarer gemacht und systematischer ausgebaut werden. Als großen und sichtbaren Anker dafür brauchen wir auch die rasche Umsetzung des neuen Umweltbildungszentrums.“

Die globalen Nachhaltigkeitsziele und die Agenda 2030, die die UN 2015 formuliert haben, stecken den Rahmen ab, um die enormen internationalen Herausforderungen wie Armut, Hunger, Naturkatastrophen u.a. bewältigen zu können. Um diese internationalen Ziele zu verwirklichen, ist es nötig, national wie kommunal die bisherigen Aktivitäten zu erweitern. Martina Wild weiter: „Mit dem nationalen Aktionsplan „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“, den Augsburger Zukunftsleitlinien und dem Umweltbildungskonzept haben wir hierfür eine hervorragende Basis, um eine nachhaltige Gesellschaft auf lokaler Ebene zu verankern und mit Leben zu füllen. Nun gilt es, Bildung für eine nachhaltige Entwicklung auch in Augsburg in allen Bildungseinrichtungen struktureller zu verankern, die Bereiche formale, non-formale und informelle Bildung systematischer zu vernetzen und vorhandene Aktivitäten in den Bereichen kulturelle Bildung und Integration/ Migration mit einzubeziehen. Nur so erreichen wir eine möglichst große Zahl an Menschen aller Milieus und befähigen sie, die Auswirkungen des eigenen Handels auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.“

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