Den Worten müssen nun schnell konkrete Taten folgen

Die GRÜNE Stadtratsfraktion fordert in einem Antrag, die verbleibenden freien Flächen der Flugplatzheide aufgrund ihrer naturschutzfachlichen Wertigkeit - gerade auch im Falle einer Wohnbebauung - durch entsprechende rechtliche Maßnahmen zu sichern und zu schützen.

Fraktionsvorsitzende und Mitglied des Umweltausschusses Martina Wild: “Natürlich ist es begrüßenswert, dass die Bayerische Umweltministerin, wie wir der AZ vom heutigen Tag entnehmen konnten, nun auch auf die große naturschutzfachliche Bedeutung der Flugplatzheide hinweist. Nur kommt sie damit leider reichlich spät, denn es ist der Freistaat und damit die bayerische Staatsregierung, die seit längerer Zeit eine Wohnbebauung an dieser Stelle durch- und umsetzen will. Wenn sich jetzt die Staatsministerin regelmäßig berichten lässt, ist das zwar schön, schützt aber die Flugplatzheide nicht vor weiteren Beeinträchtigungen. Notwendig ist es stattdessen, diesen Worten nun rasch konkrete Taten folgen zu lassen und die wertvolle Fläche schnell zu sichern.“

Cemal Bozoglu, stellvertretender Fraktionsvorsitzender: “Die beabsichtigte Teilbebauung der Flugplatzheide am Bischofsackerweg durch den Freistaat Bayern ist dem großen Problem der Knappheit von günstigem Wohnraum geschuldet. Es gibt in Augsburg viel zu wenig preiswerten Wohnraum. Dies macht es insbesondere für die Gruppe der anerkannten Flüchtlinge oft nahezu unmöglich, eine entsprechende Wohnung auf dem Wohnungsmarkt zu finden und als Mieter angenommen zu werden. Wir haben immer wieder betont, dass auch in Zeiten von Wohnraumknappheit soziale und naturschutzfachliche Interessen nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen. Wir brauchen vielmehr nachhaltige, umwelt- und sozialverträgliche Lösungen.“ 

Martina Wild ergänzt: „Die Flugplatzheide ist in weiten Teilen von größter ökologischer Bedeutung, so dass die beabsichtigte Teilbebauung zu Recht heftige Diskussionen ausgelöst hat. Deshalb haben wir nun in einem Antrag gefordert, alle Maßnahmen und Auflagen ein- und umzusetzen, um die verbleibenden freien Flächen der Flugplatzheide im Osten, Norden und Westen der geplanten Bebauung sowie insbesondere die biotopkartierten Flächen vor weiteren Beeinträchtigungen in der Zukunft zu schützen. Hierbei sind der Freistaat, die Regierung von Schwaben, aber auch die Stadt Augsburg gefordert.“ 

 

Zur Information der GRÜNE Antrag vom 19.09.2016

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