Die Verwendung von Einweg-Pappbechern wird zunehmend zu einem riesigen Umweltproblem. Schnell einen Kaffee auf dem Weg trinken und dann weg mit dem Becher. Nach Angaben der deutschen Umwelthilfe werden 320.000 Coffee-to-go-Becher stündlich in Deutschland verbraucht – pro Jahr macht das 2,8 Milliarden Kaffee-Einwegbecher, die über die Theke und dann im Müll landen und so zu jährlich mehr als 40.000 Tonnen Müll führen.

Martina Wild, Vorsitzende der GRÜNEN Stadtratsfraktion: „Wir müssen auch in Augsburg den Gebrauch an Einweg-Pappbechern wirkungsvoll eindämmen. Deshalb wollen wir nun die Vor- und Nachteile der verschiedenen Systeme, die in anderen Kommunen bereits umgesetzt werden, erfahren, um dann zu beraten, welches System für die Umweltstadt Augsburg geeignet erscheint. Denn Handlungsbedarf ist gegeben: Für die Herstellung dieser Einweg-Pappbecher werden zehntausende Tonnen Holz und Kunststoff sowie Milliarden Liter Wasser benötigt, für die Produktion ist jährlich eine Energiemenge nötig, mit der man eine Kleinstadt versorgen könnte und nicht zuletzt besteht natürlich auch bei uns das Problem der Vermüllung. Dem müssen wir gerade in der Umwelt- und Klimaschutzstadt Augsburg etwas entgegensetzen.“

Auf das Problem der Verwendung von Einwegbechern auch in Augsburg macht die GRÜNE Stadtratsfraktion jetzt in einem Antrag aufmerksam und möchte über Lösungsmöglichkeiten beraten. Reiner Erben, GRÜNER Umweltreferent und zuständig für den Abfallbetrieb, ist  deshalb bereits im Austausch mit anderen Städten.

Stephanie Schuhknecht, stellvertretende Fraktionsvorsitzende: „So gibt es in Freiburg beispielsweise den Mehrwegbecher „FreiburgCup“, mit dessen Einführung sich die Stadt eine Reduzierung des Bechermülls um 80% von derzeit ca. 12 Millionen Pappbechern jährlich verspricht. In München und Rosenheim wird auf das Re-Cup-System gesetzt. Der RECUP ist ein Mehrwegpfandbecher, der bei jedem der Partner-Cafés mitgenommen und wieder zurückgeben werden kann (gegen ein Pfand in Höhe von 1 €), außerdem gibt es den Kaffee im Mehrwegbecher billiger. Zusammen mit dem aws müssen nun entsprechende Lösungsvorschläge, die für Augsburg passen, erarbeitet werden.”

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