In einem Brief an die Schulleitung des Holbein-Gymnasiums betonte die Grüne Stadtratsfraktion, dass nur durch einen positiven Beschluss des Stadtrats zum Bebauungsplan Nr. 500 eine Verbesserung für die Hallstraße zu erzielen ist. Eva Leipprand: „Wäre dieser Beschluss nicht gefallen, wäre am Holbein-Gymnasium auf Jahre nichts passiert. Jetzt sind die vom Stadtrat vorgesehen Verbesserungen auch umsetzbar."

Die Grüne Fraktion hat die Beschlussvorlage zum Umbau von Königsplatz und Augsburg Boulevard trotz einiger Bedenken mitgetragen, weil sie einen massiven Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs (vor allem den Umbau des Hauptbahnhofs) nicht gefährden will: „Unserer Meinung nach ist die Stadt in der Pflicht, für die kommenden Generationen ein zukunftsfähiges Verkehrssystem zur Verfügung zu stellen, das sozial gerecht ist und den Anforderungen an Klimaschutz, Schadstoffminderung und Lebensqualität in der Stadt gerecht wird. Eine Ablehnung hätte all dies gefährdet und damit auch die Zukunft der jungen Menschen, die das Holbeingymnasium besuchen, mit einer schweren Hypothek belastet."

Im Bebauungsplan Nr. 500 ist für die Hallstraße vorgesehen, keinen Durchgangsverkehr mehr zuzulassen, sondern die Straße in einen verkehrsberuhigten Bereich umzuwandeln. Sie wird dadurch komplett vom Durchgangsverkehr befreit und übernimmt im Straßennetz nur noch eine reine Erschließungsfunktion für direkte Anlieger wie die parallel verlaufenden Gassen zwischen Konrad-Adenauer-Allee und Maximilianstraße (Katharinen-, Kapuziner-, Armenhausgasse). Die Hallstraße kann nach Aussage der Verwaltung somit auch ohne komplette Unterbrechung - und den damit verbundenen Nachteilen (erschwerte Erreichbarkeit, Wendevorgänge, umwegige An- bzw. Abfahrt) - zu einem verkehrsberuhigten Campus aufgewertet werden.

 

Eva Leipprand: „Zwischen dem BBPlan Nr. 500 und der Umgestaltung der Maximilianstraße/ Hallstraße besteht ein direkter Zusammenhang. Indem wir dem BBPlan 500 zugestimmt haben, haben wir auch den Weg bereitet für den Holbein-Campus. Umgekehrt gilt aber auch: Wer den BBPlan Nr. 500 gefährdet, gefährdet auch die dringend notwendigen Verbesserungen für das Holbein Gymnasium."

 

 

Verantwortlich: Reiner Erben, Eva Leipprand, Martina Wild

 

 


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