Nach einem Besuch der neuen Kindertagesstätte Sonnenschein des SkF Augsburg fordern Christine Kamm, MdL und Stadträtin Martina Wild eine Optimierung der Förderung für Kindertagesstätten. Martina Wild: „Freistaat und Kommunen wie Augsburg müssen alles dafür tun, dass Eltern durch eine optimale Bereitstellung von Kindertagesstätten so weit wie möglich unterstützt werden. Da gibt es noch viel zu tun: Wir fordern zum Beispiel, dass KiTas längere Öffnungszeiten, weniger Schließtage, einen besseren Betreuungsschlüssel oder eine höhere Qualität anbieten können, ohne dafür bei den Zuschüssen bestraft zu werden. Außerdem muss die Familienbildung an die Kindertagesstätten angekoppelt werden.“

Auf Landesebene wird derzeit an einer Überarbeitung des Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes (BayKiBiG) gearbeitet. Nach dem Fachgespräch fordert die Grüne Landtagsabgeordnete Christine Kamm vor allem eine Flexibilisierung: „Einrichtungen, die länger als zehn Stunden pro Tag öffnen oder weniger Tage im Jahr schließen, müssen dies aus eigener Tasche finanzieren, da es dafür keine höheren Zuschüsse gibt. Das kann nicht so bleiben. Für Eltern, die im Schichtdienst arbeiten, ist es von zentraler Bedeutung, dass sie ihre Kinder länger am Abend oder auch über Nacht in eine Einrichtung bringen können. All dies ist derzeit nicht vorgesehen und das ist wirklichkeitsfremd.“

Eine Änderung schlagen die Grünen auch für die Anschubfinanzierung der Kindertagesstätten vor. Christine Kamm:  „Ein Träger, der heute eine KiTa eröffnen will, muss zunächst einige hunderttausend Euro für die Einrichtung vorstrecken. Die bekommt er zwar über die Jahre über die Zuschüsse zurück, dies kann trotzdem Träger davon abhalten, sich im Bereich der Kindergartenpädagogik zu engagieren. Diese Regelungen müssen auf den Prüfstand!“

Nach Aussagen der pädagogischen Fachkräfte brauchen immer mehr Familien Unterstützung. Die Hemmschwelle, eine spezielle Beratungsstelle aufzusuchen, ist aber hoch. Deshalb sollten auch hier neue Formen entwickelt werden. Martina Wild: „Wir plädieren dafür, Familienstützpunkte, wenn möglich, eng an Kindertagesstätten anzukoppeln. Denn hier sind die Mütter und Väter schon und sind auch eher dazu bereit, entsprechende Angebote wahrzunehmen. Deshalb müssen diese Strukturen in Eltern-Kind-Zentren zusammengebracht werden.“

Verantwortlich: Christine Kamm, Martina Wild

Keine Kommentare

Beitrag kommentieren

Für diesen Eintrag werden keine Kommentare mehr angenommen

Mit Klick auf "Absenden" unter "Kommentar verfassen" stimme ich zu, dass meine personenbezogenen Daten - wie in der Datenschutzerklärung beschrieben - verarbeitet werden. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.

Der Kommentar erscheint zeitverzögert nach Freischaltung durch unser Redaktionsteam.

URL:http://gruene-augsburg.de/presse/presse-archiv/single-archiv/article/kita_foerderung_weiterentwickeln/archive/2014/february/