Die Grüne Stadtratsfraktion vermisst nachvollziehbare Kriterien für die Vergabe von Projektgeldern im Kulturbereich. Verena von Mutius: „Wir fordern einen sinnvoll ausgestatteten Projekttopf, den der Leiter des Kulturamts nach klaren und nachvollziehbaren durch den Kulturausschuss festgelegten zukunftsweisenden Kriterien verwaltet. Derzeit handelt der Kulturreferent nach Gutsherrenart und es ist nicht nachvollziehbar, warum manche Projekte unterstützt werden und andere nicht.“

Angesichts der jüngsten Debatte um die Förderung des Theaterensembles Bluespots Productions wird deutlich, dass die Mittel für die freie Kulturförderung deutlich erhöht werden müssen. Reiner Erben: „In Zeiten des Regenbogens standen mindestens 70.000 Euro für Projekte der Freien Szene zur Verfügung. Heute sind es nicht einmal 20.000 Euro. Das ist keine Basis, auf der sich etwas erreichen lässt. Der Kulturreferent hat sehenden Auges die Kürzung dieses Topfes  hingenommen und kommt jetzt mit kleinen Anträgen in den Kulturausschuss um Aktivität vorzutäuschen.“

Der Kulturfördertopf im Kulturamt kann einfach dadurch erhöht werden, indem der ku.spo Topf eingestellt und die Mittel in diese sinnvolle Projektförderung fließen.  Martina Wild: „Wir haben mehrfach kritisiert, dass die ku.spo Mittel intransparent vergeben werden und zudem davon zu viel Geld für Verwaltung und Marketing ausgegeben wird. Auf mehrfache Nachfrage in den letzten Sportausschusssitzungen hatte Herr Grab zugesagt über die konkrete Verwendung der Mittel zu berichten. Unsere Forderung nach Transparenz  scheint nun aber eher dazu zu führen, dass nichts mehr offengelegt wird. Wir warten immer noch auf einen Bericht über die Aktivitäten im Jahr 2012 sowie einen inhaltlichen und finanziellen Ausblick auf 2013. Dass die Stadträte dies bis heute, Mitte 2013 nicht haben, ist völlig unverständlich und nicht akzeptabel.“

 

 

Verantwortlich: Verena von Mutius, Reiner Erben, Martina Wild

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