Die CSU-Fraktion im Augsburger Rathaus hat vor kurzem beantragt, dass der Freistaat den AVV analog zum MVV mit zusätzlichen Mitteln unterstützen soll. Die GRÜNE Fraktion im Landtag hat beantragt, dass alle Verkehrsverbünde in Bayern mehr Mittel vom Land bekommen sollen und hat diesen Antrag gestern namentlich abstimmen lassen. Die beiden Augsburger CSU-Abgeordneten Jäckel und Hintersberger haben den Antrag im Landtag abgelehnt. Hierzu erklärt Stephanie Schuhknecht, MdL:

„Die CSU weiß offensichtlich selbst nicht so genau was sie eigentlich will. Herr Jäckel und Herr Hintersberger unterschreiben als Stadträte in Augsburg einen Antrag und wollen mehr Geld für den AVV und wenn genau diese Forderung im Landtag abgestimmt wird sind sie plötzlich dagegen. Der ÖPNV ist in Bayern chronisch unterfinanziert. Das schreibt auch die Augsburger CSU in ihrem Antrag. Wenn es auf Landesebene aber dann darum geht auch das nötige Geld endlich in die Hand zu nehmen kneift die CSU, weil ihr wahrscheinlich bewusst ist, dass ein bayernweiter gut ausgebauter ÖPNV sehr teuer wäre und dafür andere Prestigeprojekte wie z.B. das Familiengeld gestrichen werden müssten. Es ist unredlich und unglaubwürdig sich auf kommunaler Ebene als Vorreiter für die bessere Finanzierung des ÖPNV zu stilisieren und zugleich auf der Landesebene kein zusätzliches Geld dafür bereit zu stellen. Wir brauchen die Verkehrswende in Bayern und auch in Augsburg und das geht letztlich nur mit günstigen ÖPNV-Abos und einem deutlich verbesserten Angebot. Söders populäres Wahlkampf-Versprechen in allen bayerischen Großstädten ein 365€-Ticket einzuführen ist zumindest bisher nur heiße Luft.“

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