Am Dienstag, den 11. Mai 2021 hat die Sondersitzung des Augsburger Stadtrats zum Thema “Klimaschutz” stattgefunden. Viele wichtige Aspekte wurden diskutiert. Die Berichte und Beschlussvorlagen umfassten ein breites Themenspektrum von der Förderung nachhaltiger Lebensstile durch Bildung für nachhaltige Entwicklung über die Aktivitäten der Stadtwerke Augsburg bis hin zum Augsburger Energiestandard, der mehr Energieeffizienz beim Bauen und Sanieren etablieren soll.

Peter Rauscher, Vorsitzender der Grünen Stadtratsfraktion: „Die Klimakrise ist eine Tatsache, vor der wir nicht die Augen verschließen dürfen! Wir müssen JETZT handeln und Verantwortung übernehmen! Gleichzeitig ist der Einsatz für Klimagerechtigkeit ein Prozess, der ein hohes Maß an Ausdauer erfordert. Wir müssen der Klimakrise beharrlich auf die Pelle rücken! Es ist von zentraler Bedeutung, dass wir am Ball bleiben und die heute angestoßenen Entwicklungen konsequent weiterverfolgen! Dieser Klimastadtrat soll der Auftakt sein für eine mutige, vorausschauende und visionäre Klimapolitik, die den Kampf gegen den Klimawandel als Querschnittsaufgabe versteht, als referatsübergreifende Herausforderung, die wir nur bewältigen können, wenn wir sie ganzheitlich begreifen!“

Der Vorsitzende der CSU-Fraktion, Leo Dietz, sagt: „Der Klimawandel ist auch eine parteiübergreifende Herausforderung. Wer angesichts der vorhandenen Situation den Ernst der Lage nicht erkennt, muss schon aktiv die Fakten verdrängen. Trotzdem müssen wir nach ganzheitlichen Lösungen suchen – d.h. Konzepte entwickeln, die ökologisch, sozial UND ökonomisch miteinander verbunden und nachhaltig sind, um die Kosten für einen klimagerechten Umbau auch stemmen zu können. Im heutigen Klimastadtrat wurden dafür einige sehr vielversprechende Ansätze vorgestellt.“

Im Februar 2021 hat der Stadtrat ein CO2-Restbudget von  9,7 Millionen Tonnen festgelegt. Damit ist er einer Empfehlung des Augsburger Klimabeirats gefolgt, der diesen Wert für Augsburg ermittelt hat – ausgehend vom Anteil der Augsburger*innen an der Weltbevölkerung und dem globalen Restbudget, das nicht überschritten werden darf, um die Pariser Klimaziele noch einhalten zu können. Auch dazu gab es einen Bericht im Klima-Stadtrat.

„Um das für Augsburg festgelegte CO2-Restbudget einhalten zu können, müssen wir viele Hebel bewegen“, so Verena von Mutius-Bartholy, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN. „Ein besonders effektiver Hebel ist der Augsburger Energiestandard, der heute endlich auf den Weg gebracht wurde – nachdem wir GRÜNEN seit über zehn Jahren dafür gekämpft haben! Klimagerechtigkeit beginnt in den eigenen vier Wänden! 35 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs entfallen auf die Energienutzung in Gebäuden – hier gibt es also ein riesiges Einsparpotenzial!“

Josef Hummel, umweltpolitischer Sprecher der CSU, abschließend: „Die Entwicklungen, die heute angestoßen wurden, können ihre volle Wirkung v.a. dann entfalten, wenn wir gemeinschaftlich an einem Strang ziehen. Jeder Augsburger und jede Augsburgerin kann einen Beitrag leisten. Wir wollen die politische Verantwortung keineswegs auf die Stadtgesellschaft abwälzen, trotzdem sind wir darauf angewiesen, dass unsere Entscheidungen mitgetragen werden und die Menschen sich auch im Alltag über klimagerechtes Verhalten bewusst werden. Viele tun das bereits und sind eine zentrale Stütze für eine nachhaltige Stadtentwicklung – auch als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren!“
 

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