Die Grüne Stadtratsfraktion befürchtet durch die aktuellen Beschlüsse der Stadtregierung eine massive Schwächung des Einzelhandels in der Innenstadt und in den Stadtteilen. Im Norden soll ein überdimensionierter Sportfachmarkt mit zentrenrelevanten Sortimenten entstehen und im Textilviertel ein riesiger Fahrradmarkt. Fraktionsvorsitzender Reiner Erben: „Kaum ist das Einzelhandelsgutachten beschlossen, wird es von der zuständigen Wirtschaftsreferentin Eva Maria Weber wieder ausgehebelt. Die Schwerpunkte Stärkung der Innenstadt und der Stadtteilzentren werden aufs Spiel gesetzt. Die Ansiedlungen, die jetzt kommen, werden weitere Geschäfte nicht nur in der Innenstadt gefährden.“

Die Branche der Fahrradhändler war bis jetzt geprägt von kleinen, dezentralen Läden mit gutem und dezentralem Kundenservice. Dies wird jetzt aufs Spiel gesetzt. Reiner Erben: „Nur weil die Stadt Flächen verkaufen muss um ihren maroden Haushalt zu sanieren, werden alle Bedenken über Bord geworfen und großflächige Einkaufszentren auf der Grünen Wiese zugelassen. Das ist aber auch deshalb unwirtschaftlich, weil dadurch viele kleine Läden gefährdet werden.“

Die Grüne Fraktion plädiert dagegen für eine nachhaltige integrierte Stadtentwicklung, die qualitativ hochwertiges Leben, Arbeiten und Einkaufen vor Ort ermöglicht. Das Fahrrad als wichtiges Element einer vernetzten zukunftsfähigen Mobilität hat hierbei durchaus auch Symbolwirkung. Deshalb ist die Fraktion gegen Ansiedlungen, die zum einen überdimensioniert und zum anderen räumlich nicht im Ansatz integriert sind.

 

Verantwortlich: Reiner Erben, Eva Leipprand

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