Der Allgemeine Ausschuss hat heute die Weiterentwicklung der Urbanen Konfliktbearbeitung im Büro für Kommunale Prävention beschlossen. Die GRÜNE Stadtratsfraktion begrüßt den Beschluss, der die enorm wichtige Arbeit des Büros für Kommunale Prävention stärkt und weiter professionalisiert.

Augsburgs Parks, Straßen und Plätze sollen für alle Augsburger*innen Orte sein, an denen sie sich gern aufhalten, sie sich sicher und willkommen fühlen. Durch die Pandemie hat sich die Bedeutung des öffentlichen Raumes noch einmal verstärkt und seine Frequentierung erhöht. Peter Rauscher, Vorsitzender der GRÜNEN Fraktion: “Wir wissen, dass sich die Lage durch den hohen Druck in den vergangenen Monaten mancherorts verschärft hat, denn Jugendhäuser, Clubs und Restaurants sind geschlossen. Gerade jetzt brauchen wir alle Orte, um spazieren zu gehen, Sport zu machen oder einfach nur zu verweilen. Gerade für junge Menschen ist die Möglichkeit, sich ohne Konsumzwang im öffentlichen Raum aufhalten zu können, wichtig.  Doch diese Flächen müssen sicher für alle Augsburger*innen sein. An einem guten Miteinander von Anwohner*innen und Besucher*innen zu arbeiten, ist also gerade besonders wichtig. Deshalb entwickeln wir die Konfliktprävention und Konfliktbearbeitung in unserer Stadt zeitgemäß und professionell weiter.”

Mit der Weiterentwicklung sollen durch Mediation und Elemente der soziokratischen Gesprächsführung die Bedürfnisse aller relevanten Akteur*innen - der unterschiedlichen Nutzergruppen öffentlicher Räume und Plätze gemeinsam mit Streetwork, Ordnungsdienst etc. - in Konfliktsituationen angehört, einbezogen und an Lösungen beteiligt werden. So können klare Handlungsoptionen friedlich erarbeitet, mit Zuständigkeiten versehen und Lösungen umgesetzt werden. Instrumente der urbanen Konfliktbearbeitung sind z.B. Mikroförderung, Bürgerschaftliches Engagement und „Patenschaften“, Rauminszenierungen, soziale Kontrolle und städtebauliche Möglichkeiten.

Kerstin Kipp, Ordnungspolitische Sprecherin der GRÜNEN Stadtratsfraktion erklärt: “Prävention ist für uns in der Ordnungs- und Sozialpolitik der richtige Ansatz. Prävention kann viele Konflikte frühzeitig verhindern. Wenn aber in öffentlichen Räumen verschiedene Bedürfnisse aufeinandertreffen, sind Auseinandersetzungen nicht immer zu vermeiden. Deshalb ist die Konfliktbearbeitung ein wichtiger Baustein in der kommunalen Präventionsarbeit. Wir als Stadtgemeinschaft müssen auf ein gutes Mit- bzw. Nebeneinander hinwirken. Mit den richtigen Netzwerken und professionell geleiteter Kommunikation können in vielen Fällen Lösungen gefunden werden und Veränderungen herbeigeführt werden.”

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