Die Grüne Fraktion hat kein Verständnis für das plan- und ziellose Agieren der Stadtregierung in Sachen Theater. Vorsitzender Reiner Erben: „Die Stadtregierung ist bei der Sanierung des Theaters in den letzten Jahren nur wenig vorangekommen und will jetzt mit den Planungen beginnen, obwohl das inhaltliche Konzept für die zukünftige Theaterentwicklung und die entsprechenden baulichen Anforderungen fehlen“

Wie schon traurige Gewohnheit scheint es innerhalb der Stadtregierung keinerlei Abstimmungen zu geben. Reiner Erben: „Es ist wohl ein einmaliger Vorgang, dass im September ein Vorhaben mit einem Volumen von bis zu 30 Millionen Euro für die erste Bauphase beschlossen werden soll, das Baureferat aber im Juli signalisiert, dass dafür noch klare politischen Vorgaben fehlen, wie viel Geld für welche Sanierungsmaßnahmen ausgegeben werden soll.“. Die Augsburger Allgemeine zitiert in ihrer Ausgabe vom 21.07.2013 Finanzreferent Weber mit den Worten „Die Bauverwaltung hat ihre Arbeit getan“, nun müsse sich der Kulturausschuss dringend mit der Grundsatzfrage auseinandersetzen, was gemacht werden soll. (Der vollständige Artikel ist hier zu finden: bit.ly/12FR9Tk)

Nicht akzeptabel ist es aus Sicht der Grünen auch, dass jedes Jahr bei der Verabschiedung des Wirtschaftsplans die Probleme immer im gleichen Ritual fortgeschrieben werden. Jedes Jahr fehlt auf Grund gestiegener Kosten und zuvor von der Regierungsmehrheit beschlossener Kürzungen ein mehrstelliger Betrag im Haushalt des Theaters und jedes Jahr lehnt der Referent, der als Bürgermeister den Kürzungen zugestimmt hat, inhaltliche und strukturelle Debatten zur Kostenentwicklung ab. Er setzt auf das Prinzip Hoffnung, dass die nötigen Mittel schon vom Freistaat Bayern kommen werden. Verena von Mutius, kulturpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion: „Wir müssen endlich gemeinsam mit den entsprechenden Akteuren und auch der Bürgerschaft diskutieren, welche Arbeit am Theater in welchen Strukturen geleistet werden soll und wie wir unser Theater für die Zukunft weiterentwickeln und sichern wollen. Dieser ganzheitlichen Diskussion, die aus Verantwortung für die Zukunft des Theaters, aber auch aus Verantwortung für einen sinnvollen und nachhaltigen Einsatz der Finanzmittel dringend geführt werden muss, stellt sich weder der Kulturreferent noch die Mehrheit des Stadtrats. Unsere Fraktion hat eine solche Debatte mit unserem „Theaterpapier“ angestoßen. Augsburg muss sich jetzt endlich dieser Diskussion stellen und ein Bild für die Zukunft des Theaters entwickeln, um auch in zukünftigen Generationen eine Akzeptanz und Wertschätzung für diese wichtige Kultureinrichtung Stadttheater zu erhalten.“

Verantwortlich: Reiner Erben, Verena von Mutius

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