Die Grüne Stadtratsfraktion bewertet den Projektbeschluss zum Bürgerhaus Pfersee im letzten Sozialausschuss und im kommenden Bauausschuss mit gemischten Gefühlen. 

Antje Seubert, sozialpolitische Sprecherin der Stadtratsfraktion: ”Zunächst freuen wir uns, dass für den Stadtteil die Erweiterung, Modernisierung und Barrierefreiheit des in die Jahre gekommen Bürgerhauses mit dem Beschluss nun auf den Weg gebracht wird. Der anfangs schleppend verlaufene Beteiligungsprozess nahm erst durch unseren Antrag an Fahrt auf. Zwei Workshops zur Architektur des Bürgerhauses und zum umgebenden Grün erfolgten daraufhin, deren Ergebnisse nun in den Beschluss mit einfließen. Eindringlich hinzuweisen ist allerdings auf die Grünbelange an diesem sensiblen und hochverdichteten Standort. Diese müssen unbedingt noch adäquat berücksichtigt werden. Wir müssen uns immer vergegenwärtigen, erst war das Grün und dann kamen die diversen Bebauungen. Wenn wir heute bauen oder verändern, greifen wir immer in schon bestehende Natur ein und sei sie auch noch so städtisch geprägt.“

Dr. Pia Haertinger, Mitglied im Sozial- wie im Bauausschuss: „Um dem viel diskutierten Schutz unserer Bäume mehr gerecht zu werden, haben wir gerade erst einhellig die Baumschutzverordnung verschärft. Dies gilt natürlich auch für das Bürgerhauses - schützenswerte Bäume sind zu erhalten, die Planungen unserer Meinung nach dementsprechend anzupassen. Völlig unverständlich ist für uns zudem die Erweiterung von zwei auf nun sechs Parkplätze. Wir plädieren weiterhin für die Erhaltung der bisherigen Lösung (2 Plätze, davon ein Behindertenparkplatz). Leider wurde unser diesbezüglicher Antrag von der Mehrheit des Ausschusses abgelehnt. Was senden wir aber für ein Zeichen, wenn wir den jungen Menschen des Juze „linie3“ sechs Parkplätze vor die Nase setzen, vier mehr als bisher?“


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