GRÜNE: Auch Maxstraße braucht Stadtfest-Konzept

Die Grüne Stadtratsfraktion ist erfreut, dass nach ihrer langjährigen Kritik an den Maxfesten bei den Augsburger Sommernächten nun auch Verbesserungen in Richtung eines echten Stadtfestes aufgenommen wurden. Pia Haertinger, Mitglied im Allgemeinen Ausschuss: „Es gab sehr schöne Ecken bei den Sommernächten, an denen man sich gerne aufhalten wollte wie z.B. in der kurzen Maxstraße, auf dem Rathausplatz, beim Fuggerdenkmal, im Stadtmarkt, im Garten des Schaezlerpalais oder vor St. Ulrich. Überall, wo Kunst und Kultur zu sehen und zu hören waren und eben nicht nur Speisen und Getränke angeboten wurden, war das Flair eines echten Stadtfestes zu spüren. Wir halten die Augsburger Sommernächte insgesamt für eine positive Weiterentwicklung des ehemaligen Maxstraßenfestes. Es war richtig, die Veranstaltungsorte in der gesamten Innenstadt zu verteilen und das auf die Maxstrasse konzentrierte Fest damit zu entzerren sowie vor allem ein qualitativ hochwertigeres Programm für einzelne Festzonen aufzustellen.“

 

Für die Grüne Fraktion war aber an einigen Stellen des Festes der Fokus zu stark auf Konsum von Essen und (alkoholischen) Getränken gelegt. Stephanie Schuhknecht, stellv. Fraktionsvorsitzende: „Gerade in der Maximilianstraße, zwischen Moritzplatz und Ulrichsplatz, war der Unterschied zu den alten Maxfesten letztlich kaum erkennbar - außer dass die Stände weiter auseinander standen. Durch die laute Diskomusik aus verschiedenen Ecken erinnerte dieser Abschnitt eher an eine Großraumdisko inklusive der betrunkenen Gäste als an ein Stadtfest. Auch Party und Tanzen können ihren Platz haben, aber unserer Ansicht nach braucht die Maxstraße dringend ein Konzept jenseits von Alkohol und Essen. Außerdem war die Standgestaltung weder dezent noch einheitlich, so wie es ursprünglich angedacht war. Auch hier sehen wir Verbesserungspotential.“

 

Zudem kann die Familienfreundlichkeit des Festes aus Sicht der Grünen noch deutlich verbessert werden. Pia Haertinger weiter: „Angebote für Kinder gab es zwar diesmal in kleinem Umfang am Moritzplatz und im Garten des Schaezlerpalais, aber insgesamt war es kein familienfreundliches Fest, bei dem man seine Kinder mitnehmen möchte. Auch das Angebot für Jugendliche und ältere Menschen ist ausbaufähig, damit die Sommernächte ein Fest für alle Augsburgerinnen und Augsburger werden können. Um auch ruhigere Festzonen zu erreichen, sollte für eine Neuauflage aus unserer Sicht auf jeden Fall die Erschließung der Altstadt (Elias-Holl-Platz, Holbeinplatz) angedacht werden.“

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