Klimaprogramm 2020 ermöglicht breite Beteiligung und Information der Stadtgesellschaft

Die GRÜNE Stadtratsfraktion begrüßt die Vorschläge des Umweltreferenten Reiner Erben, das Klimaprogramm 2020 auf der Basis der bisherigen Klimaschutzaktivitäten fort zu entwickeln sowie als „Programm mit Dialog“ flexibel, diskursiv und partizipativ neu aufzustellen.

Martina Wild, Fraktionsvorsitzende und umweltpolitische Sprecherin: „Klimaschutz findet vor allem vor Ort statt. In den letzten Jahren wurde in Augsburg mit dem CO2-Minderungskonzept, den Klimaschutzberichten und dem regionalen Klimaschutzkonzept bereits viel erreicht. Angesichts der Herausforderungen ist aber auch noch viel zu tun. Das neue Klimaschutzprogramm 2020 weist hierfür den Weg. Die neue Struktur für das Klimaprogramm 2020 macht deutlich, dass Klimaschutz eine Gemeinschaftsaufgabe ist und die Grundlage für ein wirkungsvolles Klimaschutzkonzept der Dialog sowie eine breite Information und Beteiligung der Öffentlichkeit und der Stadtgesellschaft. Auch wird es mit der neuen Struktur besser möglich sein, auf aktuelle Entwicklungen schneller zu reagieren und das Programm im Rahmen der jährlich stattfindenden Klimadialoge anzupassen.”

Eingeordnet in den sog. Energie-Drei-Sprung - Energiebedarf senken, Energieeffizienz steigern und erneuerbare Energien ausbauen - werden diverse Maßnahmen konkret benannt, deren Umsetzung nun angegangen oder sogar forciert werden sollte.

Christian Moravcik, Mitglied des Bau- und des Umweltausschusses: „Auch die Themen Sanierung und kommunaler Energiestandard werden als Vorhaben zur Senkung des Energiebedarfs angesprochen. Gerade in den Bereichen der energetischen Sanierung bestehender Gebäude gibt es aber noch Nachholbedarf. Deshalb ist eine höhere Sanierungsquote zu erreichen, eine Maßnahme, die sowohl in der Kooperationsvereinbarung als auch im regionalen Klimasachutzkonzept festgeschrieben wurde. Auch haben wir GRÜNE immer darauf gedrängt, dass ein eigener städtischer Energiestandard für Neubau und Sanierungen städtischer Gebäude erstellt wird. Denn bei stadteigenen entsprechenden Neubauten und Sanierungen spart die Stadt auf die Dauer nicht nur die hohen Energiekosten, sondern eben auch eine Menge an CO2.”

Martina Wild weiter: “Den Stadtwerken Augsburg kommt beim kommunalen Klimaschutz nach wie vor eine wichtige Rolle als Energiedienstleister zu. Neben dem weiteren forcierten Ausbau der Erneuerbaren Energien, neben der Mitgestaltung der Energienutzungspläne und der Umsetzung ihrer erarbeiteten Energieleitlinien müssen auch die Stadtwerke zukünftig stärker auf smart energy setzen. Vernetzte Systeme koordinieren dabei den häuslichen Stromverbrauch, um Verbrauchsspitzen zu vermeiden, selbst produzierten Strom möglichst vollständig auch selbst zu verbrauchen und damit insgesamt Energie einzusparen.“

Eine wichtige Schlussfolgerung aus den Erkenntnissen den zurückliegenden Jahren ist auch die Aufnahme des Arbeitsauftrags, eine städtische Strategie zur Klimawandelanpassung zu erarbeiten. Christian Moravcik: “Gerade die kürzlichen Starkregenereignisse in Nieder- und Oberbayern, oder die lange Hitzeperiode letztes Jahr zeigen, dass der Klimawandel längst bei uns vor Ort angekommen ist. Deshalb brauchen wir auch auf kommunaler Ebene konkrete Maßnahmen, um mit den Folgen umzugehen. Der Ausbau des Hochwasserschutzes durch Retensionsflächen und Aufforstungen oder der Einsatz von neuen Baumarten im Stadtgrün, die extremeres Wetter vertragen, sind nur zwei Beispiele für Maßnahmen, die durch den Klimawandel nötig wurden.”

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