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Matthias Stobel

Zu der Debatte um Waffenverkäufe freiwillig abgegebener Waffen durch die Stadt Augsburg erklärt Matthias Strobel, Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Augsburg:

Sichergestellte oder zurückgegebene Waffen dürfen nicht durch die Stadt Augsburg weiterverkauft werden. Selbst wenn dies aus finanzieller Sicht notwendig erscheint, fehlt hier die nötige Sensibilität. BürgerInnen haben u.a. nach dem Amoklauf in Winnenden Waffen zurückgegeben, damit diese nicht mehr missbraucht werden können. Durch den Weiterverkauf wird das Vertrauen in die Kommune zerstört, die berechtigten Forderungen der Eltern der Opfer nach einer schärferen Kontrolle und Zerstörung von Waffen werden ad absurdum geführt.

Das Anschreiben aller Waffenbesitzer in Augsburg muss schnellstmöglich erfolgen. Eine Kontrolle von Waffenschränken darf nicht an Personalmangel im Ordnungsreferat scheitern, denn hier geht es um die Sicherheit vieler Menschen.

Außerdem muss es endlich ein Verbot von großkalibrigen Kurzwaffen als Sportwaffen geben. Bis in die 80er Jahre hatten wir einen seriösen Schießsport in Deutschland, der sich an den olympischen Disziplinen orientierte und sich auf den Schießsport mit Luftdruck- und Kleinkaliberwaffen beschränkte. Kurzwaffen wie Pistolen und Revolver sind für den Schießsport nicht erforderlich und Feuerwaffen gehören nicht in die Hände von Sportschützen. Da reicht es nicht, lediglich die Altersgrenze auf 18 Jahre heraufzusetzen.

Gefährliche Schusswaffen und Munition dürfen nicht gemeinsam in Privatwohnungen gelagert werden. Denn Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler wollen nicht mehr mit dem Risiko eines Schulmassakers leben müssen.

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