peace

Am 1. September 1939 begann mit dem deutschen Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg. 60 Millionen Todesopfer und Millionen von traumatisierten Überlebenden stehen für den schlimmsten Vernichtungskrieg in der Geschichte der Menschheit. Statt daraus Lehren zu ziehen, sind wir Tag für Tag mit Kriegen konfrontiert. Das Leiden von Millionen Menschen auf allen Kontinenten nimmt zu. Deutschland trifft hierbei eine nicht zu unterschätzende Schuld - als drittgrößter Waffenexporteur und durch die Beteiligung der Bundeswehr an Kriegen. Die aggressive Ausdehnung der Nato nach Osten führt zu einer neuen Konfrontation. Mit dem Bürgerkrieg in der Ukraine droht ein Krieg zwischen Nato und Russland mit der Gefahr eines Atomkrieges in Europa.

In Artikel 2 des Zwei-plus-Vier-Vertrages bekräftigt Deutschland, dass von deutschem Boden nur Frieden ausgehen wird. Das aktuell vorgestellte Weißbuch zeigt das Gegenteil: Die Bundeswehr soll auch ohne UN-Mandat weiterhin weltweit eingesetzt werden. Diese kriegerischen Einsätze dienen überwiegend der Sicherung von Rohstoffen und Handelswegen. Alte Feindbilder des Kalten Krieges werden wiederbelebt. Der Export von Waffen wird weiter ausgebaut und durch die Bundesregierung noch aktiver gefördert. Die Militarisierung der Europäischen Union wird massiv vorangetrieben. Der Rüstungshaushalt soll deutlich erhöht werden und in diesem Jahr knapp 40 Milliarden Euro betragen.

Der Antikriegstag verpflichtet uns, gegen das weitere Aufrüsten, gegen Kriege und auch gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus aktiv zu werden.

Kundgebung in Augsburg:
mit Reden, Kulturbeiträgen und Infoständen
am Donnerstag 1. September 2016 um 18 Uhr, Königsplatz

Diese Aktion wird unterstützt von:

Augsburger Friedensinitiative (AFI), Augsburger Montagsdemo, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN KV Augsburg, Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Augsburg, DIE LINKE.Augsburg, DKP, Mitgliedsfrauen des Frauenverbandes Courage, Jusos, Kulturcafe Neruda, MLPD, pax christi Augsburg, SDAJ, REBELL, Umweltgewerkschaft, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), Werkstatt Solidarische Welt e.V., Weltladen

Christian Z. Müller schrieb am Montag, 29.08.16. 13:12:
Das kann ja eigentlich nur eine Demo gegen Putin und Assad sein. Wer in der nächsten Umgebung sonst führt gerade Krieg (Syrien, Ukraine)?
Und wenn die MLPD auftritt, kann ich leider nicht dabei sein. Mit der Querfront möchte ich nicht gemeinsam demonstrieren. Beste Grüße, CZM
Dagmar Bachmann aus Augsburg schrieb am Montag, 29.08.16. 22:11:
MLPD: ich freue mich, dass die mit uns gemeinsam etwas Gescheites machen... - Im Übrigen finde ich es problematisch, den einen Krieg gegen den anderen wertmäßig zu erhöhen... auch die "Nähe" der Kriegshandlungen finde ich irrelevant. Ich bin einfach gegen Krieg. Egal, welche Art von Bomben, welche Boshaftigkeit, welche geographische Lage, welch perfides Lügengespinst sich hinter den Kriegshandlungen verbirgt, und egal welches Staatsoberhaupt sich als Diktator oder Schurke aufführt. Ich bin einfach gegen Krieg! Deshalb werde ich am Donnerstag in irgendeiner Form mitmachen, wahrscheinlich werde ich an unserem Infostand sein und mein Gesicht zeigen.
Frédéric Zucco aus Augsburg schrieb am Donnerstag, 01.09.16. 13:02:
Die Bombardierung der syrischen Stadt Aleppo durch russische Flugzeuge ist ein Verbrechen und muss ohne wenn und aber verurteilt werden. Andere Kriege und Verbrechen dürfen aber nicht deswegen in Vergessenheit geraten: Afghanistan, Irak, Jemen, Kurdistan, Kongo ..., deren Bevölkerung nicht nur Opfer religiöser und ethnischer Auseinandersetzungen sondern des erbitterten Kampfes um Ressourcen sind. Wir, als Friedenpartei, sollen nicht nur jede Art von Krieg verurteilen, sondern auch deren Ursprung und Ursachen bekämpfen. Und wie auch die Kriegsführer heißen: Putin, Obama, Assad, Erdogan,... , gehen unsere Gedanken an die Opfer, an die Millionen Vertriebenen. Lass uns gemeinsam für eine Politik, die Konflikte ohne Krieg zu lösen versucht, agieren, auftreten, demonstrieren.

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