Der öffentliche Diskurs der Stadt Augsburg über ihre Kolonialgeschichte und die Aufarbeitung dieser ist nicht ausreichend. Das wollen wir in einem gemeinsamen Antrag mit der CSU Fraktion ändern! Wie bereits in anderen deutschen Städten angestoßen, muss sich auch Augsburg auf einen offenen und differenzierten Dialog mit seinem Kolonialismus und Rassismus einlassen.

Um der Augsburger Stadtgeschichte gerecht zu werden, ist eine kritische Auseinandersetzung mit der Wissenschaft und unserer Stadtgesellschaft notwendig. Neben dem Fugger-Welser-Museum, dass seine zurecht in Kritik geratene Führung überarbeitet hat, soll auch die bisherige „Welsertafel“ in der Annastraße durch eine weitere ergänzt werden. Die ursprüngliche Tafel spricht von sogenannten „Kolonialunternehmungen“ der Welser, was Augsburgs Vergangenheit auf einseitige Weise als wirtschaftlich legitimiert darstellt, ohne auf den damit einhergehenden Menschenhandel einzugehen.

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