GRÜNE begrüßen Baustein für nachhaltige Mobilität

 

Die Grüne Stadtratsfraktion begrüßt, dass das Projekt Fahrradstadt 2020 nun per Beschluss im Bauausschuss „entfristet“ wird. Cemal Bozoğlu, verkehrspolitischer Sprecher: „Damit erkennt die Stadt erstmals an, dass Radverkehrsförderung nicht nur ein schmückendes Beiwerk zum Autoverkehr ist, sondern als Daueraufgabe verstanden und entsprechend definiert werden muss. Gerade beim Ausbau der Infrastruktur wurden schon zahlreiche Projekte beschlossen und durchfinanziert. Viele davon werden dieses Jahr umgesetzt, aber die Netzplanung ist damit bei weitem noch nicht abgeschlossen und wird definitiv über das Jahr 2020 hinausgehen müssen. 25% Radverkehrsanteil sind ein ehrgeiziges Ziel für das Jahr 2020 und vermutlich werden wir es nicht erreichen können. Uns GRÜNEN ist aber wichtig, dass das Projekt Fahrradstadt Augsburg weitergeht und wir das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Wir wollen im Gegenteil langfristig auch mehr als 25% Radverkehrsanteil erreichen, denn nur mit mehr Rad-, Fuß- und öffentlichem Verkehr lösen wir unsere Luftprobleme dauerhaft und gewinnen wieder deutlich mehr Lebensqualität in unserer Innenstadt.“

 

Die GRÜNE Fraktion sieht sich vor allem auch durch die Befragungen von NeubürgerInnen in ihrer Forderung nach mehr Radverkehrsförderung bestätigt. Christian Moravcik, Mitglied im Bauausschuss: „Gerade neu zugezogene BürgerInnen haben einen besonders kritischen Blick auf den Radverkehr in Augsburg, weil sie ihn vergleichen können. Radwege und Abstellmöglichkeiten, aber auch die Sicherheit im Radverkehr werden hier eher schlecht bewertet. Das heißt für uns, dass wir bei der Radverkehrsförderung noch deutlich zulegen müssen und rasche Verbesserungen be- und erfahrbar sein müssen. Hierzu braucht es deutlich mehr Personal, Finanzmittel und Öffentlichkeitsarbeit. Wir erwarten von der Verwaltung endlich eine ansprechende Kampagne für die Fahrradstadt und mutige Entscheidungen für den Radverkehr.“

Christian Baumgartner aus Kriegshaber schrieb am Donnerstag, 26.04.18. 16:59:
„Fahrradstadt Augsburg“... als Bahnpendler wird mir dank neuer Parkverbotschilder für Radler im Pferseer Tunnel mal so richtig ein Knüppel zwischen die Beine - oder besser ins Vorderrad geworfen.

Schilder sind halt so schön einfach angebracht... und ich werde genötigt für 70€ im Jahr die Radstation zu nutzen. (Auch wenn die Schilder rein rechtlich ja sehr zweifelhaft sind).

Kostenloser Fahrradparkraum am Hbf wäre einer Fahrradstadt wohl angemessen... Bei den Kosten für den Hbf-Umbau sollte das ja eigentlich dauerhaft drin sein.
Karin schrieb am Samstag, 28.04.18. 13:22:
Fahrradstadt? In meinen Augen sind wir da noch ein sehr großes Stück weit entfernt. Wenn ich nur mal z.B. die Thommstr. runter fahre und die Herwarth str. überquere dann muss ich, um an den sogenannten abgeflachten Bürgersteigen nicht aus dem Sattel gehoben zu werden, komplett runter bremsen (außer ich habe ein Rad mit super dicken Reifen ). Diese Stellen gibt es zu genüge in Augsburg. Hier muss dringend nachgebessert werden. Dass es möglich ist zeigen genügend Bereiche z.B. an der Neuburgerstr. in der Hammerschmiede stadteinwärts. Nebenbei angemerkt schafft keine Person mit Rollator an solchen Stellen einen ordentlichen Straßenübergang.

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