GRÜNE erneuern Forderung nach mehr Prävention und Verkehrssicherheit

Die Grüne Stadtratsfraktion zeigt sich tief betroffen ob des tödlichen Unfalls einer Radfahrerin im Hochfeld in der vergangenen Woche und nimmt dies zum Anlass, ihre Forderung nach mehr Verkehrssicherheit und Prävention im Radverkehr zu erneuern. Cemal Bozoğlu, verkehrspolitischer Sprecher: „Der tödliche Vorfall letzte Woche war leider nur einer von sechs in den letzten sieben Jahren. Wir sprechen den Angehörigen und Freunden des Opfers unser Mitgefühl aus. Fakt ist: Bei sechs der sieben Unfälle der letzten Jahre wurde der/die Radfahrende beim Rechtsabbiegen eines LKWs übersehen und getötet. Schon im April hatten wir beantragt, hier als Stadt aktiv zu werden und beispielsweise entsprechende Warnschilder an gefährlichen Stellen aufzuhängen (gruenlink.de/1cg1). Zwar hat die Verwaltung im Mai geantwortet, dass sie eine allgemeine Kampagne für ein besseres Miteinander im Straßenverkehr erarbeiten will, passiert ist aber bisher nichts. Wir GRÜNE erneuern daher unsere Forderung, der Verkehrssicherheit und Prävention im Projekt Fahrradstadt 2020 eine höhere Priorität zu geben. Jede und jeder Verletzte oder Tote, den wir so vermeiden können, ist die Mühe wert.“

 

Der durchaus positive Trend bei der Entwicklung des Radverkehrs in Augsburg darf aus Sicht der Grünen Fraktion nicht durch ein neues Unsicherheitsgefühl gefährdet werden. Stephanie Schuhknecht, stellv. Fraktionsvorsitzende: „Was nützen viele neue Radspuren und Radwege, wenn die Menschen sich auf dem Rad nicht sicher fühlen und deshalb den Drahtesel stehen lassen? Es wird daher aus unserer Sicht höchste Zeit, dass die Stadt in die Offensive kommt und neben der Radlnacht auch eine dauerhaft sichtbare Kampagne aufsetzt, die fürs Radfahren und ein achtsames Miteinander im Straßenverkehr wirbt, um dem Unsicherheitsgefühl etwas entgegen zu setzen. Viele Gefahrenstellen können baulich entschärft werden. Gerade dort, wo der Radweg aber durch einen Grünstreifen von der Fahrbahn getrennt ist, lauert die Gefahr, nicht weil der Radweg im toten Winkel ist, sondern völlig außerhalb des Blickfelds. Deshalb gehört zu einer wirksamen Kampagne auch Prävention und an solchen Stellen ein deutlich sichtbarer Hinweis, beim Abbiegen auf kreuzende RadfahrerInnen zu achten solange technische Lösungen in den LKWs noch nicht existieren. Das bietet keine 100%ige Sicherheit, erhöht aber das Sicherheitsgefühl und ist den Aufwand wert, wenn dadurch weitere Unfälle vermieden werden können.“

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