Stadt schafft verbindliche Rahmenbedingungen für einen raschen Ausbau

Die Grüne Stadtratsfraktion begrüßt das im Umwelt- und im Bauausschuss sowie nun auch im Stadtrat einstimmig verabschiedete Konzept zum Aufbau einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Augsburg.

Martina Wild, Fraktionsvorsitzende und energiepolitische Sprecherin: „Das von Nachhaltigkeitsreferent Reiner Erben in Auftrag gegebene Gutachten definiert zahlreiche Grundlagen für den Ausbau der E-Mobilität, die dazu dienen sollen, dass neben der Stadt und den Stadtwerken vor allem auch die Privatwirtschaft und alle interessierten BürgerInnen schnell und unkompliziert beraten werden, wenn sie eine Ladestation einrichten wollen und alle nötigen Verwaltungsschritte vorgezeichnet sind. E-Mobilität ist ein Baustein in der Klimaschutzpolitik sowie für die Lösung des Luftverschmutzungsproblems, nicht aber für das Problem der vielen Autos in der Stadt. Sie sollte deshalb gerade für Carsharing und an neu zu schaffenden Mobilitätspunkten eingesetzt werden, um für jeden den Verzicht auf einen privaten PKW zu ermöglichen. Die Versorgung der Ladepunkte mit 100% Ökostrom ist aus unserer Sicht zwingend, denn nur mit sauberem Strom ist E-Mobilität klimafreundlich und umweltschonend.“

 

Mit dem Beschluss unterscheidet sich Augsburg deutlich von anderen Kommunen, die den Ausbau eher unsystematisch angegangen sind.

Cemal Bozoğlu, verkehrspolitischer Sprecher: „Das verabschiedete Konzept bewahrt uns davor, dass - wie in anderen Städten zu beobachten - große Ladeparks mit viel Geld gebaut werden, die dann kaum genutzt werden, weil die Lage schlecht ist oder sie überdimensioniert sind. Zuerst muss klar sein, wo die Bedarfe sind und an welchen Punkten Ladestationen auch eine entsprechende Auslastung finden werden. Dann ist gerade die Wirtschaft gefordert im halböffentlichen und privaten Bereich entsprechend zu investieren, beispielsweise auf Einzelhandelsparkplätzen oder bei großen Einrichtungen. Bei der Vielzahl an Anbietern in Deutschland wollen wir vor allem ein System etablieren, bei dem nicht zig verschiedene Karten oder Bezahlfunktionen nötig sind. Hier setzt die Stadt mit dem Ladeinfrastuktur-Konzept Standards und schafft auch Anreize für den Ausbau wie bspw. durch kostenloses Parken während des Ladens im öffentlichen Raum oder durch Verzicht auf nachgewiesene Stellplätze, wenn entsprechende Ladekapazitäten auf privatem Grund geschaffen werden.“

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