Die Grüne Stadtratsfraktion führt die erfreulich große Zustimmung der Bevölkerung zum Umbau des Königsplatzes darauf zurück, dass jetzt endlich das umgesetzt wird, was die Bürger/-innen wirklich wollen. Eva Leipprand: „Seit Jahren ist bekannt, dass die Menschen einen besseren Nahverkehr, weniger Autos in der Innenstadt und bessere Bedingungen für den Radverkehr wollen. Deshalb werden die Maßnahmen in der Innenstadt so positiv bewertet. Ein gutes Marketing kann dies unterstützen, ist aber für die Akzeptanz nicht so entscheidend wie die inhaltlich richtigen Weichenstellungen, die in Augsburg vorgenommen wurden.“

Der Umbau wird sich nach Ansicht der Grünen Fraktion positiv auf die Lebensqualität in der Innenstadt auswirken. Reiner Erben: „Dass die Innenstadt mit weniger Autoverkehr belastet wird, bedeutet weniger Lärm und Abgase und erhöht die Aufenthaltsqualität. Wir Grüne haben immer wieder darauf hingewiesen, dass sich die Besucherfrequenz durch ein besseres ÖPNV-Angebot steigern lässt. Schon jetzt während der Bauphase gab es laut Stadtverwaltung kaum Einbrüche. Wenn jetzt noch ein verbesserter Nahverkehr und eine umgebaute Fußgängerzone einladen, wird sich dies auch positiv auf den Einzelhandel auswirken. In der Umfrage bestätigen die Befragten die These, dass sich eine höhere Attraktivität der Innenstadt mit weniger Autos auch positiv auf die Wirtschaftskraft auswirken wird.“

Einen positiven Impuls erhofft sich die Grüne Fraktion auch durch den jetzt endlich angekündigten Radweg in der Grottenau. Eva Leipprand: „Auch diese Maßnahme geht in die richtige Richtung. Wir müssen endlich bessere Bedingungen für Radler/-innen schaffen. Dazu gehört eine durchgängige und sichere Radverkehrsanbindung. Mit solchen Fortschritten werden sich die Akzeptanzwerte für den Umbau der Innenstadt noch weiter erhöhen!“

 

Verantwortlich: Eva Leipprand, Reiner Erben

Susanne Seidel  aus Augsburg schrieb am Sonntag, 24.03.13. 22:52:
Eine Innenstadt mit weniger Autoverkehr, wie das in anderen Städten schon lange der Fall ist, war in Augsburg längst überfällig. Die Abgas-und Lärmreduzierung in der Innenstadt muss auch nach dem Kö-Umbau ein wichtiges Thema bleiben. Dabei sollten Maßnahmen ergriffen werden, die dann auch in der Realität auch wirken. Viele Stadtbusse fahren mit Erdgas, aber was ist mit den dieselbetriebenen, die von außerhalb in die Stadt fahren, sei es nun der Nahverkehr oder bspw. Reisebusse. Ich habe das Gefühl, die Umweltzone bringt nicht viel, wenn gleichzeitig sehr viele Ausnahmegenehmigungen für alte, nicht schadstoffarme Fahrzeuge erteilt werden. Es sollte auch mal klar sein, dass der Wunsch nach sauberer Luft nicht mit gesteigerter Mobilität im Einklang stehen kann. Da muss sich jeder mal an die eigene Nase fassen und überlegen, was er selbst für eine saubere ruhigere Stadt tun könnte, was aber schwierig ist in unserer heutigen Ego-Gesellschaft.
Reiner Erben  aus Augsburg schrieb am Sonntag, 31.03.13. 18:58:
hallo Frau Seidel,
ich stimme Ihnen vollständig zu, die Reduzierung des Durchgangsverkehrs muss oberste Priorität haben. Das hat die Grüne Stadtratsfraktion immer wieder gefordert. Auch muss jeder und jede, der/die in die Innenstadt will, möglichst auf´s Auto verzichten (siehe: http://gruene-augsburg.de/meta-navigation/stadtratsfraktion/antraege1/antraege-detail/article/einrichtung_einer_zeitlich_begrenzten_fussgaengerzone_in_der_maximilianstrasse/ . Wir Grüne haben auch gefordert, dass die nächste Stufe der Umweltzone zu Beginn des Jahres eingeführt wird. Damit sind wir leider im Umweltausschuss gescheitert (siehe: http://gruene-augsburg.de/meta-navigation/stadtratsfraktion/antraege1/antraege-detail/article/umweltzone_einfuehrung_der_dritten_stufe/ ). Wir haben auch abgelehnt, dass die Stadtwerke Dieselbusse ohne Filter als Ersatzfahrzeuge beschaffen. Gut, dass die Stadtwerke erst kürzlich den Kauf von neuen Erdgasbussen bekannt gegeben haben.

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