Die Grüne Stadtratsfraktion fordert anlässlich der morgigen Preisverleihung der Aktion „Stadtradeln“ von der Stadtregierung einen konsequenten Ausbau des Radwegenetzes. Eva Leipprand, Mitglied im Bauausschuss: „Der große Erfolg der Aktion Stadtradeln ist ein weiteres Indiz dafür, dass die Akzeptanz des Radverkehrs stark zugenommen hat. Dies ist erfreulich, denn Radfahren ist ein umweltbewusstes und schnelles Verkehrsmittel, das den Menschen in der Stadt viel Lärm und Abgase erspart, und wichtiges Element zukunftsfähiger Mobilitätskonzepte. Wir hoffen, dass der politische Schwung genutzt wird, um endlich den Radverkehr nicht nur mit Worten, sondern mit Taten  zu unterstützen. Dazu müssen alle Fraktionen mitziehen. Wichtig ist daher, schon im nächsten Haushalt die notwendigen Mittel bereit zu stellen und die Akzeptanz dafür zu schaffen, dass ein Ausbau des Radwegenetzes nur funktionieren kann, wenn dafür Straßenraum umgewidmet wird.“

Schon im Mai dieses Jahres hat die Grüne Fraktion in einem umfangreichen Antrag verschiedene Maßnahmen gefordert, die sofort umsetzbar sind. Dazu gehört zum Beispiel die Fertigstellung der Ost-West-Achse. Die Stadtverwaltung verweist darauf, dass sie die Mittel immer wieder beantragt hat, aber keine Mehrheit im Stadtrat bekam. Dieter Ferdinand hofft, dass dies jetzt gelingen kann: „In den letzten Jahren waren wir Grüne oft die einzigen, die konsequent den Ausbau des Radverkehrs forderten. Nachdem nun parteiübergreifend der Ausbau des Radverkehrs gefordert wird, werden sich jetzt hoffentlich auch die Mehrheiten für einen konsequenten Ausbau der Radinfrastruktur finden. Daran muss sich auch die Stadtregierung messen lassen, die in jüngster Zeit zwar große Pläne schmiedet, bisher aber noch wenig umgesetzt hat.“

Dass das Interesse am Thema abseits der Verlautbarungsebene noch steigerbar ist, zeigen zwei Vorgänge: Bei einem verwaltungsinternen Fachgespräch für Stadträte war Eva Leipprand die einzige Teilnehmerin aus dem Stadtrat und ein Seminar der Stadtakademie zum Thema Radverkehr musste mangels Anmeldungen abgesagt werden (hier war aus dem Stadtrat außer Eva Leipprand nur ein weiterer Stadtrat angemeldet). Eva Leipprand: „Ein so großes Projekt wie die Umgestaltung der Verkehrsinfrastruktur zugunsten des Radverkehrs kann nur gelingen, wenn alle zusammenarbeiten. Schließlich handelt es sich um ein zukunftsweisendes Millionenprojekt. “

 

Verantwortlich: Eva Leipprand, Dieter Ferdinand

Der Grüne Antrag vom Mai und die Stellungnahme der Verwaltung dazu findet sich hier: bit.ly/S7uht7

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