Die Grüne Stadtratsfraktion verlangt ein zukunftsweisendes Verkehrskonzept für das Textilviertel. Dieses soll auf der Grundlage des vorliegenden Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) entwickelt werden. Eva Leipprand: „In dem mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Viertels zusammen aufgestellten Konzept wurden Kriterien entwickelt, die jetzt auch anzuwenden sind. Dafür muss man auch einmal Verzögerungen in Kauf nehmen. Immerhin wird das Ergebnis der Entwicklung die Stadt auf Jahrzehnte prägen. Ähnlich wie beim Umbau des Königsplatzes muss auch im Textilviertel eine zukunftsfähige Mobilität organisiert werden. Wir brauchen hier neue Ideen statt alter Stellplatzschlüssel und neuer Parkhäuser.“

Es ist für die Grünen unverständlich, dass es nun ausgerechnet wegen Parkplatzfragen Probleme geben soll. Mit teuren Werbemaßnahmen wirbt die Stadt für die Mobilitätsdrehscheibe und den Schritt in eine zukunftsfähige Mobilität. Zukunftsfähige Mobilität muss für die ganze Stadt organisiert werden, auch für das sich entwickelnde Textilviertel und insbesondere für das AKS-Gelände. Es liegt nahe bei der Innenstadt, hat eine eigene neue Straßenbahnhaltestelle und ist ideal geeignet für alternative Verkehrskonzepte. Zitat aus dem ISEK (Integriertes Stadtentwicklungskonzept Textilviertel): „Bei der Sanierung und beim Neubau von Wohnanlagen und Geschäftsgebäuden soll der ruhende Verkehr stadtverträglich geordnet und mit alternativen Verkehrsmitteln gekoppelt werden, um so teure und platzintensive Parkierungsanlagen zu vermeiden.“

Nach zunächst planloser Entwicklung zum Nachteil des Viertels in den 90er Jahren hat es ab 2002 in der kostbaren Industrielandschaft eine Wende zum Besseren gegeben. Mitentscheidend waren kulturelle Impulse (z.B. das tim, das H2 oder die Kälberhalle). Für jeden ist nun sichtbar, welche Werte dadurch geschaffen wurden. Eine solche Entwicklung war aber nur möglich, weil die Stadt hohe Anforderungen - auch an Investoren - gestellt hat.

Es ist gut, dass man nach 2008 diesen Weg weitergegangen ist. Der Beschluss zur Umsiedlung des Stadtarchivs aus dem Jahr 2003 wird nun umgesetzt. Das Ballenhaus wurde renoviert. Bauvorhaben werden im Baukunstbeirat sorgfältig begutachtet. Die Grüne Fraktion wird sich weiter für eine qualitativ gute Entwicklung stark machen. Eva Leipprand: „Uns ist es wichtig, an den Qualitätsstandards festzuhalten, zum Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels wie auch der Gesamtstadt. Fehler wie bei der Zulassung von Radl-Bauer im Bereich Fabrikschloss dürfen nicht noch einmal passieren.“

 

Verantwortlich: Eva Leipprand

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