Status: bearbeitet | Antwort des Referats 6 vom 05.03.2020

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister

Wie die in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Unfallzahlen im Bereich zwischen Luitpoldbrücke und Frölichstraße, Ecke Sieglindenstraße zeigen, stellt dieser Bereich für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen ein sehr hohes Gefahrenpotential dar. 

 Die Fraktion von Bündnis 90/Die GRÜNEN stellt daher folgenden Antrag

                                   Kurzfristig umzusetzende Maßnahmen:

  1. Im gesamten Bereich zwischen Luitpoldbrücke und Frölichstraße/Sieglindenstraße wird aus Gründen der Verkehrssicherheit Tempo 30 angeordnet. <o:p></o:p>
  2. Das temporäre Halteverbot im Bereich Pferseer Straße wird ausgeweitet auf den Zeitraum 7 Uhr bis 18 Uhr und die Parkplätze direkt vor dem Tunnelportal entfallen vollständig. <o:p></o:p>
  3. Auf dem gesamten Straßenzug werden Fahrrad-Piktogramme auf dem Fahrbahnbelag angebracht.  <o:p></o:p>
  4. Im genannten Bereich werden stationäre Geschwindigkeitsanzeigetafeln an geeigneter Stelle montiert. <o:p></o:p>
  5. Bei der Lichtzeichenanlage im Kreuzungsbereich Rosenaustraße/Pferseerstraße werden im ganzen Kreuzungsbereich die Lichtzeichen für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen getrennt und eigenständige Lichtzeichen für Fahrradfahrer*innen montiert.  

Um darüber hinaus das motorisierte Verkehrsaufkommen im Bereich Pferseer Tunnel zu reduzieren, und damit für eine erhöhte Verkehrssicherheit für Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen zu sorgen, bitten wir um Prüfung folgender 

mittelfristiger Maßnahmen:

Von der Rosenaustraße soll das Links-Abbiegen in Richtung Pferseer Tunnel nicht mehr möglich sein. Der Verkehr aus Richtung Bürgermeister-Ackermann-Straße soll per Ausschilderung bereits durch die Schlettererstraße in Richtung Innenstadt/Hauptbahnhof geführt werden. 

 

Begründung:

Mit Antrag vom 23.06.2017 hat unsere Fraktion bereits die Einführung von Tempo 30 im Bereich der Pferseer Straße beantragt. In der Ausführung des Baureferats vom 13.10.2017 gegenüber unserer Fraktion wurde für den genannten Bereich keine besondere Gefahrenlage gesehen und unser Antrag dementsprechend abgelehnt. 

Laut der aktuellen Unfallstatistik (Unfallatlas Statistisches Bundesamt) haben sich die Unfallzahlen seit 2016 stark erhöht. Die Radunfälle mit Personenschäden haben sich im genannten Bereich von 2016 bis 2018 fast verdreifacht.

Ziel der von uns genannten Maßnahmen ist es, den Rad- und Fußgängerverkehr sicherer zu machen und zukünftige Unfälle zu vermeiden. 

Die “Angströhre” Pferseer Tunnel stellt eine wichtige Verbindung auch für den täglichen Schulweg dar. Außerdem wird sie von zahlreichen Pendler*innen zu Fuß oder mit dem Rad genutzt. Allein schon aus Lärmschutz- und Emmissionsschutzgründen ist eine Verringerung der Geschwindigkeit von Nöten. 

Die heutigen Konflikte und Unfälle entstehen zumeist, da es für Fahrradfahrer*innen gefährlich ist, die Fahrbahn gemeinsam mit dem MIV zu nutzen und sie deshalb oft auf den Gehweg ausweichen. Dies führt wiederum zu Konflikten mit Fußgänger*innen. Für den motorisierten Verkehr wiederum ist oft nicht ersichtlich, dass die Radler*innen die Straße nutzen dürfen. Zudem ist die Wegeführung für Radler*innen nicht klar erkenntlich, die gemeinsamen Fußgänger-/Radampeln an der Rosenaustraße z.B. verleiten dazu, den Gehweg zu nutzen.

 

Ziel unserer beantragten Maßnahmen soll es daher sein, eine konsistente und klar ausgeschilderte Verkehrsführung für Radfahrer*innen im Bereich der Pferseer Straße herbeizuführen und das Radfahren auf der Straße sicher und angstfrei zu ermöglichen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Martina Wild                                   Matthias Lorentzen                                      Antje Seubert

Fraktionsvorsitzende                                    mobilitätspolitischer Sprecher                     stellv. Fraktionsvorsitzende

                                              

Dr. Pia Haertinger

Stadträtin

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