Wir werden immer älter und bleiben länger gesund und fit. So sehr wir uns darüber freuen, so sehr macht es uns auch Sorge: Wie soll das alles finanziert werden? Kaum ein Thema eignet sich so für Populismus und Angstkampagnen wie die Rente. Nichts sorgt uns Bürger*innen mehr als Armut im Alter. Und das, obwohl 2016 die Renten um etwa 5% gestiegen sind und der Beitragssatz so niedrig ist wie seit zwanzig Jahren nicht.

Die gesetzliche Rente ist besser als ihr Ruf. Sie hat die Finanzkrise unbeschadet überstanden und wird auch die nächste Krise überstehen. Dennoch gibt es großen Handlungsbedarf: Für Mütterrente und Rente mit 63 werden die Reserven verschleudert, Riester funktioniert mit Minizinsen nicht und mit den Babyboomern kommen bald die geburtenstärksten Jahrgänge in die Rente. Und heute schon sind viel zu viele Rentner*innen auf Sozialhilfe, sprich Grundsicherung im Alter angewiesen. Droht uns etwa allen Altersarmut?

Ein weiter so ist in der Rente schwerlich möglich. Wir benötigen den Mut, uns auch neuen Wegen in der Alterssicherung zu öffnen. Die Grüne Partei hat aus diesem Grund eine Rentenkommission ins Leben gerufen, um Grundzüge einer Grüne Rentenreform zu erarbeiten.

Die Augsburger GRÜNEN diskutierten dieses Thema auf ihrer Mitgliederversammlung im Oktober mit Udo Philipp, stellvertretender Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Finanzen und Mitglied in der Rentenkommission.

Seinen Vortrag gibt es Opens external link in new windowhier

Weitere Informationen zur Rentenreform Opens external link in new windowhier

Kai Dölzer aus Augsburg schrieb am Freitag, 28.10.16. 09:46:
Chance verpasst!
Warum steht an dieser Stelle dieser "weichgespülte" Text? Wer auf der Stadtversammlung Hr. Udo Philipp zugehört hat der weiß, wie es tatsächlich um unsere Rente steht: In unserem reichen Deutschland gibt es im Ländervergleich das zweitniedrigste !!! Rentenniveau von ganz Europa (was für ein armseliges Bild - schade, dass ich es hier nicht posten kann). Und dies bei einem heraufgesetztem Renteneintrittsalter auf 67 Jahre. Das Rentenniveau ist hier derart nieder, dass alle Arbeitnehmer, die für den "Mindestlohn" arbeiten eine Rente unterhalb der Armutsgrenze beziehen werden - (Besserverdiener aufgepasst - ihr werdet auch nicht gerade in Reichtum schwelgen - zumindest nicht von der Rente!). Sicher ist an der Rente einzig und alleine, dass sie sehr viele Bürger in die Armut führen wird! Wen wundert es also, dass diese Bürger zu 14% AFD wählen würden? (Quelle: ARD / ZDF-Morgenmagazin in dieser Woche). Immerhin 12% wählen Grün (+1%). Tja, wenn Grün jemals so ein schnelles Wachstum gehabt hätte, dann gäbe es längst kein AKW mehr in Deutschland...

Ich finde es grundsätzlich gut, dass die Grünen eine Rentenreform wünschen. Doch mit derart schöngefärbten und wie ich meine "weichgespülten" Texten, kann man keineswegs den Bürger mobilisieren sich für dieses wichtige Thema zu interessieren - und schon gar nicht für eine Verbesserung zu engagieren. 65% (also fast 2/3 der Bevölkerung!!!) haben Angst vor Altersarmut und wären also potentielle Wähler einer Partei die für Verbesserung steht und kämpft. Nur wirklich kämpfen tun die grünen ReckenInnen schon lange nicht mehr. Schade! Chance verpasst!

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