Gemeinsamer Besuch mit Chris Kühn, dem Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik Bündnis 90/ Die Grünen, und unseren Direktkandidat*innen Stephanie Schuhknecht, Cemal Bozoglu und Eva Lettenbauer, der Spitzenkandidatin der Grünen Jugend Bayern, bei der Wohnbaugruppe Augsburg zum Thema Bezahlbares Wohnen.

Vor der Kundgebung der Grünen Jugend zum Thema „Löhne hoch – Mieten runter“ am Königsplatz trafen sich Eva Lettenbauer und Chris Kühn sowie unsere Landtagskandidat*innen Cemal Bozoglu und Stephanie Schuhknecht mit dem Geschäftsführer der Wohnbaugruppe Augsburg, um über das Problem des mangelnden bezahlbaren Wohnraums zu diskutieren. In einem gerade fertiggestellten Neubauprojekt der Wohnbaugruppe gab Dr. Mark Dominik Hoppe eine Einschätzung zur aktuellen Situation auf dem Augsburger Wohnungsmarkt sowie künftigen Entwicklungen.

Die Wohnbaugruppe, die in Augsburg aktuell über 10.000 Wohnungen mit insgesamt rund 21.000 Bewohnern bewirtschaftet, verzeichnet dabei jedes Jahr eine hohe Anzahl von Wohnungsinteressenten (im Jahr 2017 haben sich 4.155 Personen neu vorgestellt, jedoch wurden nur rund 500 Wohnungen neu vermietet). Dank der Einkommensorientierten Förderung (EOF), dem aktuellen Förderprogramm des Freistaats Bayern für den Wohnungsneubau, kann die Wohnbaugruppe Augsburg auch die neuen Wohnungen zu sozial verträglichen Mieten anbieten. Wesentlicher Bestandteil der EOF ist der Zuschuss, den der Mieter je nach Höhe seines Einkommens erhält. Damit soll Wohnen für breite Schichten der Augsburger Bevölkerung bezahlbar sein, auch für diejenigen, die weniger gut verdienen. Neben dem Bau neuer Wohnungen hat die Wohnbaugruppe zur Aufgabe, ihren Wohnungsbestand zu modernisieren und damit lebenswerten Wohnraum in der Stadt zu schaffen. „Das ist eines der großen Themen unserer Zeit, vor allem in wachsenden Städten wie Augsburg! Es ist gut, dass wir die Wohnbaugruppe hier vor Ort haben“, so der Landtagskanidat Cemal Bozoglu.

Auf die Frage, ob die Wohnbaugruppe noch mehr Wohnungen bauen kann, wies Dr. Hoppe auf Faktoren hin, die dies erschweren würden: fehlende Grundstücke in Augsburg sowie die anhaltend hohe Auslastung der Baufirmen. Der Ankauf von Wohnungen zur Modernisierung sei bei den aktuellen Preisen nicht wirtschaftlich. Dass die Wohnbaugruppe, ein Tochterunternehmen der Stadt Augsburg einen wichtigen Dienst für eine ausgeglichene soziale Mischung in der Stadt leistet, da ist sich das GRÜNE Quartett einig.

Um weiterhin bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist es notwendig, dass Förderprogramme mit längeren Laufzeiten auf den Weg gebracht werden. Denn die Stadt soll für Jede*n bewohnbar sein. Auch der ökologische Aspekt kommt bei der Wohnbaugruppe nicht zu kurz. So verzeichnet die Wohnbaugruppe durch energetische Modernisierungen und die Umsetzung der gesetzlich vorgegebenen Energieeinsparverordnung EnEV seit 1990 eine CO2-Einsparung von rund 70 Prozent.

Und dennoch, so die Landtagskanidatin Stephanie Schuhknecht, „stellt die Kombination von lebenswertem bezahlbaren Wohnraum und klimapolitischen Aspekten eine große Herausforderung für ganz Bayern dar“. Das Modernisierung und Sanierung seitens der Bürger müssen durch staatliche Programme gefördert werden, um den Flächenfraß zu begrenzen, da sind sich die Spitzenkanidat*innen einig.

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