In einem Antrag zur nächsten Sitzung des Stadtrats fordert die Grüne Stadtratsfraktion eine Auflistung der Kosten, die durch die späte Absage des Maxstraßenfestes entstanden sind. Außerdem will die Grüne Fraktion wissen, warum die verschärften Sicherheitsauflagen so spät gestellt wurden. Nach ersten Medienberichten ist durch den späten Zeitpunkt der Entscheidung alleine bei der CiA einen Schaden von mindestens 50.000 Euro entstanden – Schäden von Dritten noch nicht mitberücksichtigt.

Verantwortlich für diesen Schaden ist aus Sicht der Grünen Fraktion in erster Linie Oberbürgermeister Kurt Gribl. Vorsitzender Reiner Erben: „Nachdem die CiA als Veranstalter im Februar aufgrund von Sicherheitsfragen max11 schon absagen wollte, hat OB Gribl diese Absage verhindert, um sich als Retter in der Not profilieren zu können. Die CiA hat offenbar die im Februar getroffenen Absprachen als Vertrauensgrundlage genommen, um die notwendigen Verträge abzuschließen.

Diese können nun wohl nicht eingehalten werden, was sicherlich Kosten nach sich ziehen wird. Der Oberbürgermeister hat offensichtlich aus den Debakeln um die Interimsspielstätte und das Curt-Frenzel-Stadion nichts gelernt. Schon wieder verbrennt sein kurzsichtiger Feuerwehrpopulismus öffentliche Gelder und untergräbt Vertrauen. Dies fällt besonders ins Gewicht in einer Zeit, in der städtische Einrichtungen um kleinste Beträge kämpfen müssen und den Vereinen und Verbänden die Zuschüsse gekürzt werden.“

Die Grüne Fraktion sieht und sah das Maxfest inhaltlich kritisch. Der Umgang der Stadt mit der CiA in Bezug auf die weiteren Sicherheitsauflagen, die zwar inhaltlich richtig sein mögen, aber für eine Veranstaltung in der Größenordnung von max11 wohl viel zu spät kommen, ist allerdings nicht in Ordnung. Insbesondere der späte Zeitpunkt für weitere Sicherheitsauflagen ist nicht plausibel. Verena von Mutius „Es gab schon im Dezember und im Februar abschließende Gespräche zum Thema Sicherheit. Dass jetzt von Seiten der Stadt kurzfristig nachgelegt wurde, ist unverständlich. Darüber verlangen wir Aufklärung.“

Die Grüne Fraktion sieht die Stadt als große Verliererin dieser Entwicklung. Reiner Erben: „Der CiA wurde durch dieses Vorgehen nicht nur finanziell geschadet. Es wurde auch viel Zeit und Energie gebunden, die für wichtige andere Aufgaben der CiA, wie etwa für die Erarbeitung von Maßnahmen zur Stärkung der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt und des Einzelhandels hätte verwendet werden können. Dafür bezahlt die Stadt Augsburg der CiA auch einen jährlichen Zuschuss. Stattdessen wurden Kosten und Zeit für ein Fest verschwendet, das nun gar nicht stattfinden wird.“

Verantwortlich: Reiner Erben, Verena von Mutius

Pressemitteilung der Grünen Fraktion vom 07.02.2011 (!) http://gruene-augsburg.de/presse/presse-detail/article/schlechte_vorstellung_herr_gribl/

URL:https://gruene-augsburg.de/themen2/stadtentwicklung/maxstrasse/single-max/article/max11_teurer_feuerwehreinsatz_des_ob/