Die Grüne Stadtratsfraktion ist erstaunt über die spät getroffenen Entscheidung, dass das Maxfest in diesem Jahr nicht stattfinden wird. Verena von Mutius: „Es ist gut und richtig, dass auf die Sicherheit der Besucher/-innen großen Wert gelegt wird. Erstaunlich ist aber, dass diese Sicherheitsbedenken erst wenige Wochen vor der Veranstaltung dazu führten zusätzliche Auflagen zu formulieren. Dies ist nicht nachvollziehbar und zeigt schlechtes Management der Stadtregierung. Durch die späte Entscheidung wurde viel Geld und Zeit verschwendet.“

Die Grüne Stadtratsfraktion fand den bisher beschrittenen Weg auch aufgrund der dramatischen Haushaltslage der Stadt Augsburg problematisch. Wichtig ist jetzt, dass die Stadtregierung zuerst nachdenkt und dann Vorschläge macht. Kurzfristig einberufene Krisenrunden und Schnellschüsse sind das Gegenteil von politisch verantwortlichem Handeln.

Reiner Erben:  „Wir haben früh ein Moratorium und ein grundsätzliches Nachdenken über das Max-Fest gefordert. Wir hielten auch die von der Stadtregierung bewilligten knapp 100.000 Euro angesichts von Kürzungen im Sozialbereich für unangemessen. Hier noch aufzustocken wäre vollends unverantwortlich.“

Die jetzige Situation stellt aus Sicht der Grünen Fraktion aber auch eine Chance dar, da im nächsten Jahr aufgrund der Bauarbeiten in der Maxstraße ebenfalls kein Fest stattfinden kann. Die CIA und die Stadt haben jetzt zwei Jahre Zeit, ein inhaltlich überzeugendes und tragfähiges Konzept für ein interkulturelles Fest aller Augsburgerinnen und Augsburger zu entwickeln.


Verantwortlich: Verena von Mutius, Reiner Erben

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