Maxstraße Augsburg

Die Grüne Stadtratsfraktion hält den von der Stadtregierung vorgeschlagenen Maßnahmekatalog für wenig hilfreich. Vorsitzender Reiner Erben: „Solange die grundsätzliche Sanierung nicht angegangen wird, werden die Probleme auf der Maxstraße nicht gelöst. Unsere Fraktion ist daher nach wie vor der Überzeugung, dass ein rascher Umbau der Maxstraße endlich mit aller Energie vorangetrieben werden muss. Was die Stadtregierung jetzt mit ihrem 17-Punkte-Programm vorlegt, ist Augenwischerei und der Versuch, Handlungsfähigkeit zu demonstrieren ohne jemandem weh zu tun."

Nach der gerichtlichen Niederlage im Döner-Streit hatten die Juristen OB Kurt Gribl und Fraktionschefin Beate Schabert-Zeidler noch mit der Sperrzeitverlängerung gedroht. Jetzt mussten sie auch in diesem Punkt klein beigeben.  Christian Moravcik, jugendpolitischer Sprecher: „Die Verschärfung der Sperrzeitregelung nicht weiter zu verfolgen ist richtig. Für eine Studentenstadt wie Augsburg wäre dies ein enormer Imageschaden gewesen. Der Ordnungsreferent steht mit seinen Vorstellungen allein auf weiter Flur."

Erstaunt zeigt sich die Grüne Fraktion darüber, dass die Koalition von CSU und Pro Augsburg weiter vor allem auf ordnungspolitische Maßnahmen setzt, obwohl diese in der Vergangenheit kaum Wirkung gezeigt haben. Verena von Mutius: „Wer glaubt, dass sich durch eine bessere Beleuchtung oder weitere zusätzliche Mülleimer irgendwelche Probleme lösen lassen, der täuscht sich. Gerade das Hauptproblem Verkehrslärm wird sicher durch eine Herabsetzung der Geschwindigkeit von 30 km/h auf 20 km/h kaum verbessert. An diesem Beispiel ist der Aktionismus der jetzigen Stadtregierung sehr gut sichtbar".

Reiner Erben: „CSU und Pro Augsburg versuchen sich noch immer an der Tatsache vorbeizumogeln, dass der Lärm in der Maxstraße wohl nur durch ein  Nachtfahrverbot spürbar zu verringern ist. Beim letzten Runden Tisch haben wir dies bereits vorgeschlagen. Unsere Fraktion wird jetzt in einem Antrag an den  Oberbürgermeister die Prüfung und Umsetzung von Maßnahmen zur Verkehrsreduzierung fordern." Geprüft werden sollen dabei insbesondere ein Durchfahrtverbot ab 22.00h (außer für AnwohnerInnen), nur noch AnwohnerInnenparken ab 22.00h und die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs.

Die Grünen teilen die Analyse, dass eine Qualitätssteigerung in der Maxstraße vonnöten ist. Reiner Erben: „Vor allem durch die Maxfeste wurde der Begriff „Partymeile" mit der Maxstraße verbunden. Das hat sehr geschadet und wir haben uns deswegen von Anfang an für eine kulturelle Aufwertung eingesetzt. Wir sind gespannt auf die Vorschläge für ein Kulturkonzept zur Qualitätssteigerung."

 

Verantwortlich: Reiner Erben

 

 

URL:https://gruene-augsburg.de/themen2/stadtentwicklung/maxstrasse/single-max/article/maxstrasse_nur_vorgetaeuschte_aktivitaet/