Die Grüne Fraktion ist nicht einverstanden mit den aktuellen Entwicklungen „Am Langen Berg“ in Bergheim. Reiner Erben, Grünes Mitglied im Umweltausschuss: „Die jetzt bekannt gewordenen Baumfällungen sind nicht wieder gut zumachen. Eine hunderte Jahre alte Eiche und jahrzehntealte Buchen sind nicht ersetzbar. Diese Fällungen sind die Folge einer verfehlten Baulandpolitik, die dazu führte, dass das Landschaftsschutzgebiet „Augsburg - Westliche Wälder“ dem Umgriff des Bebauungsplanes angepasst wurde. Wir Grüne haben dieses Vorgehen von Anfang an kritisiert und den Naturschutz in den Mittelpunkt unserer Entscheidung gestellt. Zu Recht, wie sich jetzt zeigt.“

 

Wir erwarten vom Umweltreferenten der Umweltstadt Augsburg, dass er diesen Fällungen auf den Grund geht. Er hat die Interessen des Umwelt- und Naturschutzes zu vertreten“, so Martina Wild, stellvertretendes Mitglied im Umweltausschuss und für Bergheim zuständige Grüne Stadträtin. „Sonst erfüllen Landschaftsschutzgebiete und Beschlüsse zur Ressourcenschonung und Biodiversität allenfalls eine Alibifunktion; sie werden zu zahnlosen Papiertigern, die im Wettstreit mit wirtschaftlichen Interessen stets unterliegen.“

 

Grüne haben gegen den Bebauungsplan „Am Langen Berg“ gestimmt und gegen Änderung des Landschaftsschutzgebietes Westliche Wälder

Entgegen der Behauptung von Umweltreferent Schaal, hat die Grüne Fraktion weder dem Aufstellungsbeschluss noch dem Satzungsbeschluss für diesen Bebauungsplan zugestimmt.

 

Seit 2004 gab es Bestrebungen, die landwirtschaftlich genutzte Fläche „Am Langen Berg“ in Wohnbaugrundstücke umzuwandeln. Da diese Flächen jedoch im Landschaftsschutzgebiet „Augsburg - Westliche Wälder“ lagen, mussten sie für derartige Zwecke aus diesem Schutzgebiet herausgenommen werden.

In seiner Stellungnahme zur Grenzveränderung des Landschaftsschutzgebietes lehnte der damalige GRÜNE Umweltreferent Thomas Schaller das Vorhaben ab, da es unter den Aspekten des Landschafts- und Naturschutzes mit erheblichen und nachhaltigen Beeinträchtigungen verbunden sei. Allein das Interesse an einer möglichen wirtschaftlichen Verwertung reiche nicht aus, um die Grenzen eines Landschaftsschutzgebietes zu verändern.

Bei der endgültigen Abstimmung über die Änderung des Schutzgebietes im Umweltausschuss im April 2008 und dann im Stadtrat im April 2008 stimmten die GRÜNEN Stadträte gegen eine Änderung des Schutzgebietes. Im Oktober 2009 und im Juli 2010 wurde gegen die Stimmen der GRÜNEN im Stadtrat der Aufstellung- bzw. Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan „Am Langen Berg“ beschlossen.

 

Verantwortlich: Reiner Erben, Martina Wild

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