Am Freitag, den 20.02. haben wir gemeinsam mit unserer Oberbürgermeisterkandidatin Martina Wild, unserem Fraktionsvorsitzenden Peter Rauscher und unserem mobilitätspolitischen Sprecher Dr. Deniz Anan zentrale Vorhaben für eine klimagerechte, sozial gerechte und wirtschaftlich starke Stadt vorgestellt. Der Ort der Pressekonferenz – das nachhaltige Augsburger Modelabel degree im Suslet – steht exemplarisch für das grüne Leitmotiv: Ökologie, soziale Verantwortung und wirtschaftlicher Erfolg gehören zusammen. Um zu zeigen, wie diese Strategie konkret im Stadtbild aussehen kann, stellten wir GRÜNEN der Presse zusätzlich Visualisierungen ausgewählter Orte vor. Die Bilder machen greifbar, was Klimaanpassung, Artenschutz und eine gerechte Mobilitätswende im Alltag bedeuten: mehr Grün statt Asphalt, sichere Wege für Rad und Fußverkehr, schattige Plätze, begrünte Dächer und eine leistungsfähige Straßenbahn.
Den Auftakt machte Martina Wild mit einem klaren Bekenntnis: „Klimaschutz ist kein Randthema, sondern Regierungsauftrag für ein gutes Leben aller. Er muss im Alltag spürbar sein – im Schatten auf unseren Plätzen, in sauberer Luft und auf der Stromrechnung. Denn Klimaschutz ist immer auch eine Frage sozialer Gerechtigkeit. Die Stadt muss mit gutem Beispiel vorangehen und Klimaschutz einerseits als Querschnittsaufgabe betrachten und andererseits auf die Agenda ganz oben setzen. Entsiegelung, Baumpflanzungen, Solaroffensive und Fernwärmeausbau sind keine Einzelmaßnahmen, sondern Teil einer klaren Gesamtstrategie. Am Beispiel der Visualisierung zum Zeughausplatz können wir sehen, was möglich ist: ein zentraler Kinderspielplatz, der zum Spielen, Begegnen und Verweilen einlädt. Mit mehr Grün, Schatten und sicheren Wegen. Um solche Visionen umzusetzen möchte ich zukünftig ‚1 Kind, 1 Baum‘ – also künftig rund 2.500 neue Bäume pro Jahr pflanzen. Für die Zukunft unserer Stadt und den Augsburger*innen.“
Peter Rauscher: „Klimaschutz ist ökonomische Vernunft und soziale Verantwortung zugleich. Die Solarmodule am Klärwerk sparen jährlich rund 700.000 Euro Stromkosten. Kostenlose Stromspar-Checks entlasten insbesondere einkommensschwache Haushalte. Und der Bio-Anteil von fast 80 Prozent in städtischen Kitas zeigt: Nachhaltigkeit geht auch ohne Mehrkosten. Gleichzeitig erleben wir ein dramatisches Artensterben – auch hier in Augsburg. Deshalb wollen wir zukünftig in einen durchgängigen Biotopverbund investieren, schaffen neue Lebensräume, entsiegeln Flächen und entwickeln unsere Stadt konsequent zur Schwammstadt weiter. Wie das konkret aussehen kann, zeigt die Visualisierung des Theodor-Heuss-Platzes: Statt versiegelter Flächen entstehen hier schattenspendende Bäume und artenreiche Pflanzinseln auf den Dächern der Haltestellen. Solche Orte sind mehr als schön – sie sind Lebensraum für Insekten und Vögel, kühlen das Quartier spürbar ab und schaffen Aufenthaltsqualität für alle Generationen.”
Ein zentraler Hebel für Klimaschutz und soziale Teilhabe ist die Mobilität. Dr. Deniz Anan erklärte: „Augsburg hat in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gemacht: neue Radwege, mehr Tempo 30, die Verlängerung der Linie 3 nach Königsbrunn, das 365-€-Ticket für Schüler*innen. Zukünftig muss der ÖPNV aber Chef*innen-Sache sein. Wir brauchen eine Rückkehr zum verlässlichen 5-Minuten-Takt, eine Personaloffensive bei den Stadtwerken, den schnellen Bau der Linie 5 zur Uniklinik und eine baldige Planung für die Verlängerung der Linie 1 in Richtung Hammerschmiede und Hochzoll Süd.“
Damit schlug Martina Wild den Bogen zur Wirtschaft: „Wirtschaftliche Stärke, ökologische Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit gehören zusammen. Klimaschutz ist auch Standortpolitik. Wir wollen nachhaltige Gründer*innen fördern, regionale Wertschöpfung stärken und öffentliche Aufträge stärker an Nachhaltigkeits- und Sozialkriterien ausrichten. Mit einem Azubiwerk, einer schnellere Anerkennung ausländischer Abschlüsse sollen Fachkräfte gesichert werden.“
Für uns ist klar: Klimaschutz, Artenvielfalt, eine gerechte Mobilität und eine innovative Wirtschaftspolitik sind kein Widerspruch – sie sind die Grundlage für ein solidarisches, lebenswertes und zukunftsfähiges Augsburg.