#40 – Alexander Beppler

Alter:

Jahrgang 1997

Beruf:

Realschullehrer

Lieblingsort in Augsburg:

Meine Lieblingsorte sind die Wege entlang unserer Flüsse – Lech und Wertach. Ich habe schon an beiden sehr nah gewohnt und liebe es, entlang der Ufer zu spazieren, egal zu welcher Jahreszeit. Die Kombination aus Natur, Ruhe und gleichzeitig der Nähe zur Stadt macht das für mich zu etwas ganz Besonderem.


Was möchtest Du in Augsburg voranbringen?

Ein starker, verlässlicher öffentlicher Nahverkehr und sichere, gut ausgebaute Radwege sind für mich zentrale Bausteine für eine lebenswerte Stadt. Ich besitze kein Auto, sondern bin täglich mit der Straßenbahn und auch meinem Fahrrad unterwegs, kenne also die Herausforderungen im Alltag sehr genau – deshalb setze ich mich für einen ÖPNV ein, der bezahlbar, barrierefrei und zuverlässig für alle funktioniert.

Als Mensch mit Behinderung ist mir zudem besonders wichtig, dass Augsburg konsequent inklusiv und barrierefrei gestaltet wird – von Wegen und Haltestellen bis zu öffentlichen Räumen. Stadtplanung sollte immer so gedacht sein, dass alle Menschen selbstbestimmt und gleichberechtigt teilhaben können.

Und nicht zuletzt gehören für mich mehr Grünflächen und Freiräume dazu, die Erholung schaffen, Begegnung ermöglichen und die Lebensqualität in unserer Stadt spürbar erhöhen.

Welche Erfahrung prägt deine politische Haltung am stärksten?

Der zunehmende Rechtsextremismus und die gesellschaftliche Verschiebung hin zu rechten Themen geben Anlass zur Sorge und haben meine politische Haltung stark geprägt. Als Geschichts- und Politiklehrer beschäftige ich mich jeden Tag mit den Folgen, die entstehen, wenn Demokratien bröckeln und auch offen angegriffen werden. Für mich heißt das: nicht nur erklären, sondern handeln – und selbst Teil der Brandmauer gegen rechte Tendenzen sein.

Was ist gar nicht GRÜN an dir?

Ich bin zwar überzeugt davon, dass wir technologische Innovationen für Klimaschutz und Fortschritt brauchen, aber persönlich bin ich im Alltag nicht immer vorne dabei. Mit neuer Technik fremdele ich manchmal – da bin ich fast ein bisschen konservativ und fühle mich trotz junger Jahre gelegentlich wie ein Opi.