#51 – Dr. Pia Haertinger

Alter:

Beruf:

Kunsthistorikerin

Kommunales Ehrenamt:

Stadträtin

Lieblingsort in Augsburg:

Mein Lieblingsort in Augsburg ist die Altstadt im Lechviertel. Insbesondere der Holbeinplatz mit seinen Schatten spendenden Bäumen, dem Trinkwasserbrunnen, den vielen Sitzbänken, den schönen Cafés sowie dem kulturellen Angebot u.a. von Kunstvereinen und „Augsburg singt“ (gemeinsames Singen jeden Montag um 17:30 Uhr) hat für mich eine besonders hohe Aufenthaltsqualität. 


Was möchtest Du in Augsburg voranbringen?

Mein Schwerpunkt liegt auf dem sozialen, kulturellen und zukunftsfähigen Miteinander – insbesondere in den Stadtteilen. 

Ich möchte Beteiligung und Dialog der Generationen, Nachbarschaftsprojekte sowie Inklusion im öffentlichen Raum und allgemein an Orten der Begegnung voranbringen.

Welche Erfahrung prägt deine politische Haltung am stärksten?

Die soziokratisch moderierten Runden Tische „Jobcenter“ und „Soziales“ haben mir gezeigt, dass Entscheidungsprozesse, bei denen die Stimmen aus Verwaltung und Stadtrat gleichwertig auf Augenhöhe einfließen, zu Ergebnissen führen, die von allen Beteiligten mitgetragen werden. Ich wünsche mir mehr solcher Entscheidungsprozesse auf der Basis von Kreisstruktur,  Meinungsbildungsrunden und Konsentabfragen. Alle Stimmen, auch die leisen werden gehört und schwerwiegende Einwände integriert. 

Was ist gar nicht GRÜN an dir?

Meine Haltung zum Thema „Prostitutionsschutzgesetz“ wird bislang nur von einer Minderheit Grüner Kolleg*innen geteilt. Ich befürworte das „Nordische Modell“, das den Sexkauf als einen Verstoß gegen die Menschenwürde betrachtet und unter Strafe stellt. Wenn Deutschland hier dem Beispiel von Schweden, Norwegen, Frankreich, Irland und weiteren Ländern folgen würde, wäre es nicht mehr das „Bordell Europas“ und würde das Leid von vielen zur Prostitution gezwungenen Menschen (vorwiegend Frauen) deutlich vermindern.